Neuer künstlerischer Leiter für Wedeler Musiktage

Viele neue Ideen im Köcher für die Zukunft: Matthias Dworzack übernimmt Intendanz des etablierten Klassikmusik-Festivals.

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Sie wollen die Wedeler Musiktage erfolgreich halten: Martin Schumacher (von links), Matthias Dworzack und Christian Sinn.
Sie wollen die Wedeler Musiktage erfolgreich halten: Martin Schumacher (von links), Matthias Dworzack und Christian Sinn.,…

Es ist vollbracht: Die Organisatoren der Wedeler Musiktage haben einen neuen künstlerischen Leiter für die nächste Saison 2020 gefunden. Voller Tatendrang und selbstbewusst seine neuen Aufgaben definierend präsentierte sich Dr. Matthias Dworzack als Nachfolger von Mathias Christian Kosel jüngst der Öffentlichkeit.

Dworzack, vielen Kultur-interessierten Wedelern bereits als Leiter des Turmbläser-Ensembles der Immanuelkirche und Vorsitzender der Rist-Gesellschaft bekannt, ist studierter Kirchenmusiker und Doktor der Wirtschaft. Daneben hat er bereits in Mülheim an der Ruhr das dortige klassische Musikfestival als Geschäftsführer und musikalischer Leiter geführt. Jetzt will er frische Idee in das Kulturprogramm des Klassikfestivals rund um das Rist-Forum am Gymnasium am Redder bringen.

„Die Wedeler Musiktage haben sich in den vergangenen zehn Jahren von den ursprünglichen Klavierkonzerten zu einem breit gefächerten Musikprogramm entwickelt. Sie sind zu einer Plattform geworden, auf der sich sowohl die lokale Szene präsentiert und als auch auswärtige Musiker willkommen geheißen werden. Das wollen wir jetzt noch weiter Erfolg bringend vorantreiben“, so Dworzacks Vision.

Eine der Ideen: Die Musiktage sollen sich in die Marsch öffnen. „Wir planen, weitere Spielstätten in den H-Gemeinden Holm, Haseldorf, Heist und Hetlingen hinzuzugewinnen, um die Musiktage für die dortige Bevölkerung attraktiver zu machen“, verrät Koordinator Martin Schumacher. Auch die Spielorte in den Elbvororten seien denkbar. Außerdem soll die Kooperation mit der städtischen Musikschule Wedel und weiteren Wedeler Musiker ausgebaut werden.

Überhaupt solle die Wedel-Präsenz stärker hervorgehoben werden. So seien Auftritte der Trachtengruppen oder eine Bläser-Hymne als Bestandteil des Festivals denkbar. „Wir haben so viele Perlen hier bei den Musiktagen, mit denen man hervorragend jonglieren kann“, ist Dworzack euphorisch überzeugt. Neben neuen Formen der Musik-Präsentation wie Liederabenden sollen auch neue Musikfarben ausprobiert werden. „Die Musik des 17. Jahrhunderts ist seit Jahren bei Kennern absolut hip“, weiß Dworzack und schlägt darüber hinaus auch Kooperationen mit neuen Partnern hinsichtlich des Sponsorings vor.

In den Startlöchern auf alle Fälle eine Kooperation mit dem Ticketportal Reservix. „Das brauchen wir, um unsere zahlreichen unterschiedlichen Musikveranstaltung noch besser planbar machen“, so Dworzack. Dass die Zuhörer nicht ausbleiben, darin sind sich alle Macher einig. „Wir verzeichnen in den vergangenen Jahren eine stetige Steigerung der Publikumszahlen“, weiß Christian Sinn vom Organisationsteam „Die Elbmenschen“. Das bisherige Zwei-Wochenende-Konzept habe sich bewährt und auch der Jazz-Frühschoppen bleibe. Vielleicht komme noch ein Nachmittagskonzert für jüngere Zuhörer dazu. Bis Anfang Dezember hoffe man, die Planung unter Dach und Fach zu haben. Dann kann der Vorverkauf für die Veranstaltungen der Wedeler Musiktage 2020 vom 20. bis 22. und 27. bis 29. März beginnen. (Ulrich Bohling/kommunikateam, 1.7.2019)

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