Aktuell im Stadtarchiv

Von Drosten, Amtmännern und Vögten

Bei der Verwaltung ging es handgreiflich zu. Da erstachen die Söhne des Drosten Steding den Amtmann Goßmann, da ließ der Amtmann Barner den vermögenden Ritter Franz von Halle trotz eines kaiserlichen Schutzbriefes in Wedel festnehmen. Weitere Geschichte(n) zu den rabiaten Verwaltungleitern können Sie hier lesen.

Volkszählungen von Wedel, Schulau, Spitzerdorf und Holm

Titel Volkszählungslisten

Die erste allgemeine Volkszählung in Schleswig-Holstein wurde am 13.Februar 1803 durchgeführt. Zu dieser wurden alle Einwohner im Dänischen Gesamtstaat - somit auch die Einwohner des Kirchspiels Wedel - durch die Rentekammer ermittelt, indem die Vögte sämtliche Personen in Listen eintrugen. Diese Zählungen wurden in weiteren Jahren wiederholt. Diese Listen haben sich im Landesarchiv Schleswig-Holstein oder im Reichsarchiv Kopenhagen erhalten, Kopien davon liegen im Stadtarchiv Wedel vor. Darüber hinaus haben sich die Originalschriften für das Jahr 1835 im Stadtarchiv Wedel erhalten. Das Dorf Spitzerdorf nimmt eine Sonderrolle ein. Da es zum Domkapitel Hamburg zugehörig war, hat sich im Staatsarchiv Hamburg eine Liste von 1769 erhalten. In den meisten Listen wurden Name, Geschlecht, Alter, Familienstand, die Stellung im Haushalt und der Beruf aufgeführt und sollten auch dazu dienen, den Altersaufbau, sowie die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse der Bevölkerung zu ermitteln. Die abgeschiebenen Listen können entweder über pdfs oder über eine dänische Datenbank eingesehen werden. Nähere Informationen finden Sie hier.

Ältere Publikationen neu online-gestellt

Das Stadtarchiv hat einige ältere stadtgeschichtliche Publikationen (Elbestadion, Armenversorgung, Flüchtlingsgeschichte, Schiffahrt...) online geschoben. Schauen Sie doch einmal rein!

Neuigkeiten bei alten Familien

Lüchau

Die spannenden Familiengeschichten der Familien Kleinwort, Lüchau und Duncker wurde frisch abgestaubt! Näheres finden Sie hier

Dia-Sammlung von Gerhard Seggelke digitalisiert

Gerhard Seggelke

Die umfangreiche Dia-Sammlung des Geologen Gerhard Seggelke, der über Jahrzehnte hinweg "die" Wedeler Leitstelle Umweltschutz im Rathaus war, ist nun durch das Stadtarchiv digitalisiert worden. Beinahe 1.000 Abbildungen von Straßenzügen und Landschaften, aber auch Neubauten der vergangenen 40 Jahre dokumentieren den stetigen Wandel im Stadtgebiet.
Insgesamt sind nun rund 34.000 Abbildungen des historischen Wedels in der internen Datenbank des Stadtarchivs recherchierbar. In einigen Fotosammlungen - bei denen die Verwertungsrechte uneingeschränkt bei der Stadt Wedel liegen -  kann bereits über das Archivportal-D vom heimischen Rechner aus gestöbert werden.

Geschichte der Lichtspielhäuser in Wedel

Der von den Brüdern Lumière erfundene Kinematograph machte es ab 1895 möglich, bewegte Bilder als Filme auf eine Leinwand zu projizieren. Diese neue Möglichkeit der Unterhaltung fand schnell weltweit Verbreitung und drang nachweislich spätestens im zweiten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts auch nach Wedel vor. Lesen Sie hier die Geschichte der Kinos in Wedel zusammengestellt von Andreas Müller.

Neues aus alten Zeiten

Lesen Sie Geschichten von den Straßen und den alten Wedeler Familien.
Geschichte der Höbüschentwiete
Geschichte der Reepschlägerstraße
Familiengeschichte der Familie Körner
 

Neuzugänge im Stadtarchiv

Landrat Ludwig Scheiff

Im Dezember 2020 konnte das Buch "Die Landgemeindeordnung für die Provinz Schleswig-Holstein" aus dem Julius Vergas Verlag Schleswig aus dem Jahr 1906 erworben werden. Autor ist der Geh. Reg.-Rat Dr. Ludwig Scheiff. Scheiff war vom 1.7.1889 bis zum 28.05.1919 Landrat des Kreises Pinneberg. 

Ludwig Scheiff wurde am 18.07.1857 in Köln geboren. Seine Eltern waren der Kaufmann Wilhelm Scheiff und Caroline geb. Kesselkaul. Er besuchte von 1867 - 1876 das Gymnasium an Marzellen zu Köln. Dem schloss sich ein Studium der Rechts- und Staatswissenschaften auf der Rhein. Friedrich-Wilhelm-Universität in Bonn an. Im November 1879 machte er die erste jur. Prüfung beim Oberlandesgericht zu Köln und im anschließenden Dezember wurde er Referendar beim Landgericht zu Köln. Seiner Dissertation gab er 1879 den Titel Die Divergenz zwischen Wille und Erklärung.
Ab 1889 steht er der Verwaltung des Kreises Pinneberg vor und hatte zunächst seinen Amtssitz in der Drostei und später im Kreishaus Pinneberg. Das Ende seiner Amtszeit war traurig und gipfelte im November 1919 im "Scheiff-Skandal". Nach einer Meldung im Hamburger Echo hätte der Landrat Reisekosten und Tagegelder doppelt empfangen. Daraufhin stellte der Kreistagsabgeordnete Flieger in der Sitzung des Kreistages vom 3. Juni 1919 den Antrag, unverzüglich den bisherigen Landrat Dr. Scheiff von seinem Posten zu entfernen, "damit der Kreis wieder zu gesunden Verhältnissen kommt". Der Kreistag stimmte diesem Antrag ohne Widerspruch zu. Durch Erlass den Minister des Innern in Schleswig vom 28.05.1919 wurde er aus dem Dienst entfernt und dem Oberpräsidenten in Koblenz überwiesen. Er verstarb am 01.09.1921 auf einer Dienstreise.
In dem nun erworbenen Buch spannt Scheiff auf 380 Seiten den Bogen von der kommunalpolitischen Entwicklung der Landgemeinden der Provinz Schleswig-Holsteins bis zur Verwaltungspraxis nach der Gemeindeverordnung von 1892 und ist daher eine wichtige Quelle für die Verwaltungsgeschichte.
Nährere Informationen über den Landrat Scheiff erfahren Sie in den Jahrbüchern für den Kreis Pinneberg 1988 und 1989.

Historischer Adventskalender 2020

Das Stadtarchiv hat Ihnen im Advent 2020 die schönsten Aufnahmen und Postkarten aus der Sammlung des Verlages von Conrad Abelbeck vorgestellt. Damit Sie sich weiterhin an den schönen Abbildungen erfreuen können Hier geht es zum Adventskalender

Wiederentdeckte Fotos im Stadtarchiv

Mit freundlicher Unterstützung von...