Das Gebäude Rosengarten 14 wurde im Jahr 1899 durch den Architekten August Ohle als Wohn- und Fabrikgebäude für die Geschäftsfrau Elise Clef erbaut. Elise, oder richtiger Anna Catharina Elisabeth Clef war die 1849 geborene Tochter des Käthners Wenck aus Schöningstedt. Sie heiratete 1873 in Wedel den Klempnermeister Claus Friedrich Jansen aus Uetersen, der in der Schulstraße einen Klempnereibetrieb hatte. Vier gemeinsame Töchter hatten sie, bis der Vater im November 1884 im Alter von 37 Jahren an einer Schussverletzung verstarb. Der Klempnermeister Jansen war mit einer größeren Summe Geldes auf einer Geschäftstour zu Fuß nach Pinneberg. Zu seiner eigenen Sicherheit führte er einen geladenen Revolver mit sich. Aus unerklärlichen Gründen verwundete er sich mit dem Revolver durch einen Bauchschuss so schwer, dass er wenig später in seiner Wohnung verstarb.
Die Witwe war nun auf sich alleingestellt und vermietete Zimmer an durchreisende Klempner oder Klempnerlehrlinge. Zwei Jahre später erblickte eine weitere Tochter der mittlerweile 37jährigen Witwe das Licht der Welt. Der Vater war der 29jährige Klempner Carl Grässler, ein Mieter der Witwe. Weitere vier Jahre später, im April 1890 beherbergte sie den Klempner Josef Clef aus Köln, der wenige Monate später ihr Ehemann werden sollte. Mit Josef Clef hatte sie weitere drei Kinder, von denen zwei jung starben. Spätestens um 1897 machte sich Else Clefs selbstständig und begann, Blechdosen jeder Größe und Qualität zu produzieren, die sie mit einer Anzeige im Hamburger Fremdenblatt bewarb. Ein Jahr später bereits kamen hermetisch verschlossene Seifendosen, Öl- und Petroleumskannen in ihr Angebot. Diese Handelsbeziehungen erforderten das Reisen, somit taucht ihr Name Ende des 19. Jahrhunderts immer öfter in der Gästeliste des Hotels, Rodes Gasthof in Altona auf. Um 1899 war das Geschäft so gewachsen, dass sie um die Erlaubnis zum Neubau eines Wohn- und Werkstattgebäudes im Rosengarten 14 bat. Der Architekt August Ohle entwarf ihr ein stattliches Gebäude. Bereits vier Jahre später, zog sie, vermutlich bereits von ihrem Mann getrennt, im Juni 1903 mit ihrem minderjährigen Sohn Ernst Amandus Clef nach Rissen. Hier verstarb sie 1909. Ihr 1893 geborener Sohn hingegen wanderte 1924 in die Vereinigten Staaten von Amerika aus und heiratete dort zweimal.
Das Grundstück ging nach ihrem Umzug in andere Hände und wurde von der Firma Nordische Holz- und Metallwaren-Industrie erworben. Die Firma errichtete ab 1907 einen Anbau an das Gebäude, den auch der Architekt August Ohle ausführte. Zunächst unter den Geschäftsführern Holleufer und Jahnke, ab 1908 unter den Geschäftsführern Jahnke und Groß produzierten sie hier. Einer Anzeige vom April 1908 nach wurden in der „Fabrik für Haushaltungsgegenstände, Holz- und Metallbearbeitung“ folgende Produkte hergestellt: Komplette Kücheneinrichtungen, Aufwaschtische und Eisschränke, Zusammenklappbare Aufwaschtische sowie Blechemballagen für die Farben- und chemische Industrie. In einer Sonder-Abteilung fertigten sie Acetylen-Sturmfackeln und Brenner. Bereits im Juni 1908 kommt es zu einem Unglücksfall in der Fabrik. Ein 15-jähriger Arbeiter geriet mit einem Arm in eine Hobelmaschine. Der Unterarm musste ihm im Landrat-Scheiff-Krankenhaus in Dockenhuden amputiert werden. Wie lange die Firma dort noch produzierte, ist leider nicht mehr nachvollziehbar. Spätestens 1914 befand sich das Gebäude im Eigentum der Firma J.D. Möller, deren Grundstück anschloss. J.D. Möller baute das Gebäude weiter aus und führte es später unter der Bezeichnung Fabrikationsgebäude II. 1928 wurde das Gebäude um eine Tankstelle erweitert. Einige Jahre führte die Firma Möller die Tankstelle in Eigenregie, verpachtete sie in den 1950er Jahren an die Firma ARAL. Sie wurde zum 31.12.1967 geschlossen. Der zur Straße gelegene Teil des Gebäudes wurde an verschiedene Firmen verpachtet, während im hinteren Teil die Firma J.D. Möller weiterhin produzierten. Zuletzt war in dem Gebäude bis etwa 2007 das „Croque-Corner“ zu finden. Heute ist der ganze Komplex verschwunden.