Professionelle Unterhaltung und vielfältiger Hochgenuss

"The Players" waren der erste Höhepunkt der Wedeler Musiktage 2018 - Förderpreis der Haspa für Ben Lepetit

in Kultur & Bildung

Bezauberte mit ihrer Violine: Irina Grünwald, dahinter Grigory Gruzman und Mathias Kosel.
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Bezauberte mit ihrer Violine: Irina Grünwald, dahinter Grigory Gruzman und Mathias Kosel., Bezauberte mit ihrer Violine:…
Seine Finger flogen nur so über die Tasten: Ben Lepetit.
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Seine Finger flogen nur so über die Tasten: Ben Lepetit., Seine Finger flogen nur so über die Tasten: Ben Lepetit.
Zur Belohnung gab es den Haspa Förderpreis: Thomas Sobania übergibt ihn an Ben Lepetit. Fotos: Bohling
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Zur Belohnung gab es den Haspa Förderpreis: Thomas Sobania übergibt ihn an Ben Lepetit. Fotos: Bohling, Zur Belohnung gab es…
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Da waren sie wieder: The Players. Wie Blitz und Donner hatten sich Mathias Christian Kosel und Grigory Gruzman im letzten Jahr zu den Musiktagen angekündigt. Jetzt haben sie es wieder getan.

Aus mehr als 30 klassischen und modernen Musikstücken stellten die beiden Klavier-Virtuosen ein Programm zusammen, das für Unterhaltung und Hochgenuss am zweiten Abend der Musiktage bei den Gästen im Rist-Forum sorgte.

Schier nicht zu bremsen waren die beiden Tasten-Toreros, wenn es Klassiker wie Horowitz, Brubeck, Nymann und Anderson ging. Sogar Michael Jackson fand Eingang in ihr Repertoire verjazzter Pianomusik.

Als besonderen Gast hatten die Entertainer den jungen Ben Lepetit aus Weimar eingeladen. Der Elfjährige ist Schüler von Gruzman und gilt als Wunderkind an den Tasten. Bereits mit drei Jahren hat er begonnen Klavier zu spielen. Heute komponiert er sogar eigene Stücke.

Selbstbewusst schubste er scherzhaft seinen Lehrer Gruzman von Klavierhocker und übernahm nahtlos dessen begonnene Chopin-Etüde meisterhaft. Mit fliegenden fingern und unglaublicher Könnerschaft entlockte er dem Instrument Töne, die dem Publikum erst den Atem stocken ließ und dann zu frenetischem Beifall verhalf.

Nach der Pause spielte Ben der staunenden Zuhörerschaft zwei seiner eigenen Kompositionen („Chromatische Gefühle“ und „Vogelgesang“) vor und wurde für so viel Könnerschaft nicht nur mit dem riesigen Applaus der Gäste belohnt. Haspa-Mitarbeiter Thomas Sobania überreichte dem jungen Ausnahmetalent den Förderpreis seines Bankhauses in Höhe von 300 Euro.

Doch der Abend hatte noch mehr Überraschungen parat. So wurden die Zuschauer Zeuge einer musikalischen Verführungsshow mit der Sängerin Carina De Jesus, die dem Musikprofessor Gruzman im wahrsten Sinne des Wortes den Kopf verdrehte.

Und nicht viel später tauchte eine geheimnisvolle Mitspielerin auf der Bühne auf, die sich erst als Klavierpartnerin von Kosel, dann als Sirtaki-Tänzerin und virtuose Violonistin sowie schlussendlich als Gruzmans Frau Irina Grünwald entpuppte.

Das Publikum war begeistert. „Uns gefällt die Vielfalt und Professionalität des Programms und was Gruzman und Kosel, aber auch die anderen Akteure aus ihren Instrumenten so alles herausholen“, so der Kommentar von Silke und Stephan Weißenburg aus Wedel.

Alles in allem ein mehr als unterhaltsamer Abend, der seinen krönenden Abschluss in Rachmaninoffs Romanze erhielt, die vom Trio Gruzman, Kosel und Ben sechshändig zum Besten gegeben wurde. Großartig und einzigartig! (Ulrich Bohling/kommunikateam, 19.3.2018)

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