Pflegevielfalt in der Rolandstadt

Den "internationalen Tag der Pflege"(Krankenpflege) gibt es seit 1967. Im Gedenken an die britische Krankenschwester Florence Nightingale, die als Pionierin der modernen Krankenpflege gilt, wird der 12.Mai, ihr Geburtstag, genutzt, um diesen immer wichtiger werdenden Dienstleistungsbereich in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken. Wir haben für sie hier einmal einige Angebote in Wedel zusammen gestellt.

in Top-News, Leben in Wedel

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Viele alte Menschen schätzen in den Pflegeheimen und Seniorenresidenzen nicht nur die Pflege, sondern auch den sozialen…
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Gisela Rawald ist die fachkundige Ansprechpartnerin im Seniorenbüro der Stadt Wedel vor allem auch bei Fragen zur Pflege.

"Dinner for one" zum 90.Geburtstag war gestern. Heute erreichen Tante Herta, Onkel Gustav und Oma Irma und viele andere dieses stolze Alter. Die statistische Lebenserwartung in Deutschland beträgt heute schon über 80 Jahre. Die Alterung unserer Gesellschaft schreitet rasant voran. Fortschritte in der Medizin, eine bessere Hygiene und veränderte Lebens- und Ernährungsgewohnheiten sind wichtige Gründe für diese Entwicklung und führen zu einem demografischen Wandel in unserer Gesellschaft. So sind rund 30 Prozent der Rolandstädter, das sind etwa 10.800 Einwohner, schon über 60 Jahre alt.

Diese Veränderung in der Bevölkerung hat die Stadt Wedel schon frühzeitig erkannt. Vor rund 35 Jahren wurde im Rathaus ein Seniorenbüro eingerichtet. Gisela Rawald, die Leiterin dieses Büros, berät alte Menschen kostenfrei und vertraulich in fast allen Bereichen des täglichen Lebens. Ein wichtiger Schwerpunkt liegt dabei im Wohnen im Alter und in der Betreuung und Pflege der sozial sehr heterogenen Seniorenschaft, die in der Pflegeberatung insgesamt einen Anteil von mehr als 90 Prozent ausmacht. Die Bandbreite der zu beratenden Menschen reicht von dem im Marketings lang so bezeichneten Woopies(well-off-older Persons=wohlhabende ältere Personen)bis zu den armen auf Sozialhilfe angewiesenen Rolandstädtern.

"Viele von den Senioren träumen davon zu leben und zu sterben, wo sie hingehören, nämlich zu Hause", erklärt die Diplom-Volkswirtin. Aber oft geht mit dem Altern eben auch eine Einschränkung der Mobilität und eine Vereinsamung einher, die dem Verlust der Großfamilie als Kernzelle des Staates und der geforderten beruflichen und damit örtlichen Flexibilität der Kindergeneration geschuldet sind.

"Leider kommen viele alte Menschen erst sehr spät in die Beratung. Altersgerechtes Wohnen könnte vorrausschauend langfristig geplant werden. Alle Senioren brauchen Eingewöhnungszeiten in der neuen Umgebung. Sie brauchen Zeit anzukommen, auch um Kontakte zu knüpfen, solange sie noch einigermaßen mobil sind", erläutert Gisela Rawald. Denn der Vorteil in Wedel ist, dass es neben dem breitgefächerten kulturellen und sportlichen Angebot für Senioren auch eine ebenso lebendige große Pflegelandschaft gibt (siehe unten die Angebotsliste der Unternehmen).

Gisela Rawald führt auch Hausbesuche durch und hilft bei der Einschätzung der Möglichkeiten. Denn wer in den eigenen vier Wänden betreut werden möchte, kann unterschiedlich umfassend versorgt werden. Das reicht vom Umbau zur Barrierefreiheit und den Einbau von Notrufsystemen bis zur täglichen ambulanten Pflege. Essens- und Medizinlieferungen und verschiedene Hausdienste sind heute schon selbstverständlich. Lässt sich aber ein Umzug nicht mehr vermeiden, kann eine Wohnanlage mit betreutem Wohnen ausgewählt werden.

Die Pflege wird von in- oder externen Pflegekräften übernommen, wobei ein Betreuungsvertrag neben dem Mietvertrag abgeschlossen wird. Hier können viele alten Menschen je nach Pflegegrad und Einschränkung relativ unabhängig und selbst bestimmt leben. Für besser situierte Bürger gibt es in Wedel auch sogenannte Premiumangebote in Seniorenresidenzen. Einige Unternehmen bieten Hotelfeeling mit allem erdenklichen Luxus. Ausstattung der Räumlichkeiten mit vielen technischen Hilfsmitteln, ein Essen im hauseigenen Restaurant und Wellness- und Kulturangebote in einem eigenen Spabereich, einer eigenen Bibliothek oder einem Konzertsaal gehören dazu.

Darüber hinaus bieten viele Unternehmen auch eine vollstationäre Pflege, die von einer einfacheren Versorgung bis zur Palliativpflege, das heißt für medizinisch austherapierte Patienten, reicht. "Wir sind hier in Wedel im Bereich der Pflege schon sehr gut aufgestellt und die weit entwickelte Infrastruktur, die verkehrstechnisch gute Lage und das grüne Umfeld sind für Menschen mit Pflegebedarf ideal. Aber wenn ich mir als Erkenntnis aus den Beratungsgesprächen etwas wünschen dürfte, dann wäre es unter anderem ein Service unserer Banken hier vor Ort, durch den mobil eingeschränkte Menschen auch sicher Bargeld ins Haus geliefert bekommen könnten", stellt Gisela Rawald fest. (Wolf-Robert Danehl, kommunikateam, 12.05.18)

Ambulante Pflegedienste:

Deutsches Rotes Kreuz Sozialstation: Rudolf-Höckner-Straße 6, 22880 Wedel, Tel. 04103-4474

ASB RV - Pinneberg/Steinburg: Pinneberger Straße 9, 22880 Wedel, Tel. 04103-4647

Hausnotruf der Stadtwerke Wedel: Banhofstraße 35, 22880 Wedel, Tel. 04103-805 805

Pflegeteam 24 GmbH: Wir sorgen für Geborgenheit im Alter: ABC-Straße 14, 22880 Wedel, Tel. 04103-989770

Kaiserpflege: Goethestraße 66a, 22880 Wedel, Tel. 04103 1877090

SonotelAlarm - Sicherheit ist Vertrauenssache: Rosengarten 17, 22880 Wedel, Tel. 04103-1899980

Seniorensitze und Pflegeheime:

AWO Wohnpflege Wedel - persönlich und geborgen: Rudolf-Breitscheid-Straße 40, 22880 Wedel, Tel. 04103-1808200

Seniorenanlage Heinrich-Gau: Kirchstieg 9, 22880 Wedel, Tel. 04103-80880

Die Kursana Residenz Wedel – Mein sicheres Zuhause: Gorch-Fock-Straße 4, 22880 Wedel, Tel. 04103-1200

Seniorenpflegeheim Heuwer: Gnäterkuhlenweg 25-27, 22880 Wedel, Tel. 04103-15065

Wohnen direkt an der Elbe in der Seniorenresidenz Graf Luckner Haus: Hans Böckler Platz 15, 22880 Wedel, Tel. 04103-7052000

Seniorenresidenz an der Elbe: Hafenstraße 16-18, 22880 Wedel, Tel. 04103-93350

Pflegestützpunkt Kreis Pinneberg: Tel.: 04101-555464

Seniorenbüro der Stadt Wedel: Tel.: 04103-707268

Mit freundlicher Unterstützung von...