Leitungen, mit denen man nicht rechnen konnte

Der Ausbau der Kreuzung Tinsdaler Weg/Industriestraße am BusinessPark Elbufer stieß auf unvorhersehbare Probleme

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Nadelöhr: die Kreuzung Tinsdaler Weg/Industriestraße.
Nadelöhr: die Kreuzung Tinsdaler Weg/Industriestraße., Nadelöhr: die Kreuzung Tinsdaler Weg/Industriestraße.

„Ja, natürlich kann ich den Unmut der Autofahrer verstehen. Auch ich hätte mir gewünscht, dass die Kreuzung längst fertig ist – aber man steckt nicht drin!“ Jörg Amelung Projektleiter des BusinessPark Elbufer ist mindestens ebenso genervt von der Baustelle und langen Ampelwartezeiten, wie alle anderen Autofahrerinnen und –fahrer, die täglich am Tinsdaler Weg oder der Industriestraße im Stau stehen. Eigentlich hätten die Arbeiten bereits im vorigen Jahr abgeschlossen sein sollen, jedoch traten mehrfach Probleme zu Tage, die zum Zeitverzug führen. Bei den Tiefbauarbeiten entdeckten die Bagger-Fahrer nämlich Leitungen, die in keiner Karte, in keinem alten Bauplan verzeichnet waren.

Die folgende Vorgehensweise war zwangsläufig zeitintensiv. Zunächst musste recherchiert werden, wem diese Leitungen eigentlich gehören. Bei vielen möglichen Beteiligten und teilweise unzureichender Dokumentation war das keine leichte Aufgabe. Diplom-Ingenieur Paul Scheu: „Zwar wollte oft niemand der Eigentümer sein, aber wenn wir die Leitungen dann kappen wollten, mochte verständlicherweise auch niemand die Verantwortung für mögliche negative Konsequenzen übernehmen.“:   

Die Leitungen befanden sich technisch teilweise in besorgniserregendem Zustand. Es mussten viele erneuert und umgelegt werden, manchmal waren zwischendurch Provisorien notwendig – alles Zeitfresser. „Allein den Fehler in einem Signalkabel der Wasser- und Schifffahrtsstraßenverwaltung zu finden, hat uns zwei Tage gekostet – und erst danach konnten wir damit beginnen eine Lösung zu entwickeln und dann mit den eigentlichen Technikarbeiten beginnen“, so der Ingenieur.

„Die Arbeiten sind aber in Gange so schnell es eben machbar ist. Uns bleibt derzeit nur, die Verkehrsteilnehmer noch um etwas Geduld zu bitten“, so Jörg Amelung.  (Jörg Frenzel/kommunikateam GmbH für Stadt Wedel,11.3.2017)