Ein Abend zum Träumen

Pianist Stephan Matthewes begeisterte im Musikzentrum Schulauer Hof

in Kultur & Bildung

Stefan Matthewes bescherte einen wunderschönen Abend.

Es waren 40 Besucher gekommen und es herrschte eine angenehme und konzentrierte Atmosphäre. Stefan Matthewes führte mit Wort und Ton in das Charakterstück der Romantik ein, dem er als kleine Gattung des 19. Jh. dieses Konzertprogramm widmete und es so von der großrahmigen Gattung Sonate absetzte.

Mit dem Titelstück "Für Elise" von Ludwig van Beethoven griff er das berühmteste aller Charakterstücke auf, um an ihm die Stimmung zu erzeugen, die es schon vor 200 Jahren zum Zeitpunkt seiner Entstehung zu erzeugen vermochte. Damit der Charakter des Stückes auch erkannt wird, hilft dem Interpreten die Zugabe eines Titels. Im Falle der Elise stamme dieser jedoch nicht vom Komponisten selbst, denn Matthewes deckte auf, dass es im Leben von Beethoven nie eine Dame mit dem Name "Elise" gegeben habe. "Für Theresa" wäre womöglich ein passenderer Titel gewesen...

Dem typischsten Vertreter des Charakterstücks oder lyrischen Stückes widmete Matthewes den größten Teil des Konzertes: Edvard Grieg. Titel wie Kobold, Schmetterling, Elfentanz oder Zug der Zwerge haben den Zuhörer in eine andere Welt entführt. Aber auch die nachfolgenden Komponisten haben ihre Aussagekraft nicht verfehlt: Nachtstücke von Frédéric Chopin, perlende Wasserreflexionen von Claude Debussy oder die mit Sehnsucht, Fröhlichkeit und Traurigkeit erfüllten "Vier Klavierstücke" op. 119 von Johannes Brahms.
Es war ein Abend zum Träumen.... (KT/8.9.2014)

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