Linnart Ebel als neuer Leiter der Moorweg-Schule gestartet

Eigenverantwortung und "ganzheitliches Lernen" stehen für ihn oben an

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Linnart Ebel setzt auf ganzheitliche Bildung.
Linnart Ebel setzt auf ganzheitliche Bildung.

Das hat es in Wedel lange nicht gegeben und kommt auch sonst nicht allzu häufig vor: Mit Linnart Ebel leitet nun ein Mann die Moorweg-Grundschule. Linnart Ebel folgt Sabine Foßhag, die im vorigen Jahr in den Ruhestand ging.

Ob Mann oder Frau ist doch aber letztlich egal - auf  fachliche Kompetenz, Motivation und pädagogisches Gespür nämlich kommt es an. Und da wird Linnart Ebel bestimmt hervorragend in das bekanntermaßen engagierte Lehrerinnen-Team passen. Der 41 Jahre alte Pädagoge unterrichtet selbst Mathe und Sport, hat aber viel mehr zu bieten als die Vermittlung von Grundrechenarten und die Anleitung von Bodenturnen und Ballspielen.

Denn sein Lebenslauf weißt einen außerordentlichen Erfahrungsschatz auf. Nach dem Abi in seiner Geburtsstadt Lüneburg betätigte er sich zunächst erfolgreich als Berufsmusiker an der Gitarre, studierte dann Lehramt, wie es auch seine Eltern, Geschwister und Ehefrau taten. Aber statt danach direkt an eine Schule zu gehen, faszinierte ihn zunächst wissenschaftliche Arbeit. Er entwickelte Konzepte zur Frühförderung, wirkte unter anderem als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik in Kiel und hat eine lange Liste von Fach-Veröffentlichungen vorzuweisen. Auch später als Lehrer in Schulen in Hamburg und Rellingen brachte er diese wissenschaftlichen Erdahrungen "nebenbei" in dafür bestehende Institutionen ein.

Das Credo von Linnart Ebel: Bildung und Schule sollen ganzheitlich ausgerichtet sein. Es geht ihm um viel mehr als das Transportieren von Inhalten - es geht ihm darum, eigenverantwortliche, selbstständige kleine Persönlichkeiten zu fördern, die Lust aufs Lernen haben und wissen, wie das funktioniert. Denn für ihn ist klar: "Gelernt werden muss ein Leben lang. Ich wünsche mir, den Schülerinnen und Schülern dabei helfen zu können, dass sie den Wert von Bildung erkennen."

So in etwa war auch seine Vorgängerin aufgestellt, und das rund 27 Personen starke Kollegium ist es auch. Beste Voraussetzungen also, dass die etwa 380 Schülerinnen und Schüler auf einen guten Weg gebracht werden. Willkommen in Wedel, Herr Ebel! (Jörg Frenzel/kommunikateam GmbH, 19.5.2021)

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