Musikalische Völkerverständigung

Goethe-Insititut bringt an der Musikschule Schüler aus der Ukraine, der Türkei und Wedel zusammen.

in Kultur & Bildung, Musikschule

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Deutsche Sprache - schwere Sprache? Beim gemischten Chor auf keinen Fall!
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Musik verbindet - gemeinsam performen die Jugendlichen auf der Bühne. Fotos: Bossen/Stadt Wedel

Ob John Lennon, Joan  Baez oder Xavier Naidoo - wenn alle Menschen so freundlich-friedliebend, wie diese Musiker wären, verstünde sich die Welt sicher besser. Völkerverbindung per Musik - darauf setzen derzeit auch die Wedeler Musikschule und das Goethe-Institut. Wedel ist Schauplatz eines Pilotprojektes: Als bundesweit erste Institution ihrer Art bringt sie Schülerinnen und Schüler des Johann-Rist-Gymnasiums und der Gebrüder-Humboldt-Gemeinschaftsschule mit jungen Menschen aus der Ukraine und der Türkei in einem Musikcamp zusammen. Ermöglicht wird diese Zusammenkunft durch das Goethe-Institut und die PASCH-Initiative, was für "Schulen, Partner der Zukunft " steht.

Alle ausländischen Gäste lernen deutsch in der Schule, mit dabei sind die Lehrerinnen Ajlin Uckan und Nina Samoilova. Beim Workshop, der von Schulleiter Michael Schröder und den Profi-Musikern und Dozenten Fabio Niehaus und Sandro Jahn gecoacht wird, musizieren, singen, komponieren und natürlich kommunizieren die Jugendlichen zusammen. Man lernt sich kennen, schätzen, verstehen - im besten und nicht seltenen Fall, werden Freundschaften daraus, die die Camp-Zeit lange überdauern.

Die Gäste leben in Wedeler Familien und haben neben Musizieren und deutsch noch diverse andere Dinge auf dem Programm. Die Gruppe erkundet die Region und macht Ausflüge unter anderem in die Staatsoper..

"Wedel ist ein cooler Ort" - diese Worte von einer jungen Frau aus der Türkei hörte Bürgermeister Niels Schmidt natürlich besonders gern, als er die Gäste inklusive Stephan Reischl, den verantwortlichen Organisator vom Goethe-Institut, im Rathaus empfing. "Bei solchen Projekten kommt immer heraus, dass Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen und Ethnien viel mehr verbindet als sie trennt. Und Musik ist eine Sprache, die auf der ganzen Welt verstanden wird - mit der üblichen Diplomatie ist so etwas kaum zu erreichen."

Vielleicht werden einige der Gäste in Zukunft häufiger und länger in Deutschland sein. Denn die deutsche Sprache hat es ihnen angetan - nicht zuletzt durch die motivierenden PASCH-Projekte. Das Studium an deutschen Unis wird zumindest in punkto Sprache für die derzeitiogen Gäste ein Klacks sein. (Jörg Frenzel/kommunikateam, 6.2.2014)

www.musikschule-wedel.de

www.pasch-net.de

 

 

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