Trauer um Kay Jensen

Ehemaliger Schulleiter des Pestalozzi-Förderzentrums überraschend verstorben

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Man wird ihn in guter Erinnerung behalten: Kay Jensen.
Man wird ihn in guter Erinnerung behalten: Kay Jensen., Man wird ihn in guter Erinnerung behalten: Kay Jensen.

Erst im vorigen Jahr ging er in den Ruhestand - nur zwölf Monate konnte er ihn genießen: Kay Jensen, 17 Jahre lang Leiter des Pestalozzi-Förderzentrums, ist im Alter von 64 Jahren überraschend gestorben.

Was viele als schönste Eigenschaft an ihm empfanden, war, dass er jedes Kind mit dem Herzen als Individuum sah. In den vielen Jahren, in denen er Abschiedsreden für die Abgängerinnen und Abgänger "seiner" Schule hielt, hatte man bei jeder seiner kleinen, ganz persönlich an den Menschen gerichteten Ansprache die Gewissheit, dass er sich mit jedem Einzelnem, jeder Einzelnen intensiv beschäftigt hatte und passende Anmerkungen wählte. Er nahm die Kinder als Persönlichkeiten ernst. Kay Jensen stand exemplarisch dafür: Schule darf keine Fließbandarbeit sein, sondern muss immer passgenau fördern, aber auch fordern.

Den Nächsten ernst nehmen, die Menschen in ihren Stärken sehen und loben und bei Schwächen Beistand, Rückhalt und Mitgefühl zeigen - das machte ihn aus. Vielleicht war es sein eigenes Leben mit dem einen oder anderen Bruch, das dafür die Grundlage bildete. Nach dem Studium nahm er sich beispielsweise eine Auszeit, arbeitete als Gastronom, bis es ihn nach der Geburt seiner Tochter in die Stetigkeit einer geregelten Arbeit zog.

Die machte er mit Leidenschaft - und Mut! Denn er übte auch Kritik an der Obrigkeit, wenn er gute Argumente dafür hatte. Beispielsweise hat er die Auflösung der Förderzentren unter dem Mäntelchen der "Inklusion" wegen der damit verbundenen Qualitätseinbußen stets skeptisch gesehen.

Kraft tankte er beispielsweise beim Wandern auf dem Jakobsweg, worüber er auch ein Buch schrieb. Mehr solcher Abenteuer beim Wandern nach außen und nach innen hatte er sich so sehr gewünscht - traurig, dass sie jetzt zu Ende sind. (Jörg Frenzel/kommunikateam GmbH, 20.6.2019)

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