Neuer Schwung im alten Haus

Teestube des Reepschlägerhauses bekommt mit Familie Blum vom Hotel Diamant neue Betreiber

in Tourismus & Freizeit

Vereinsvorsitzender Bernd Vorwerk (von links) freut sich, dass Gabriele, Julia und Heinz Blum die Teestube übernehmen werden.
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Vereinsvorsitzender Bernd Vorwerk (von links) freut sich, dass Gabriele, Julia und Heinz Blum die Teestube übernehmen…
Traumhaftes Ambiente: Das alte Haus in Blütenpracht des frühling. Foto: Dieter Napiwotzki
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Traumhaftes Ambiente: Das alte Haus in Blütenpracht des Frühlings. Foto: Dieter Napiwotzki, Traumhaftes Ambiente: Das alte…
Unvergessen: Werner Wietek war Jahrzehnte lang der gute Geist von Haus und Garten.
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Unvergessen: Werner Wietek war Jahrzehnte lang der gute Geist von Haus und Garten., Unvergessen: Werner Wietek war Jahrzehnte…
Der Feingeist Werner Wietek hatte die Wohnung im Obergeschoss wie ein Museum eingerichtet.
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Der Feingeist Werner Wietek hatte die Wohnung im Obergeschoss wie ein Museum eingerichtet., Der Feingeist Werner Wietek hatte…
Ein Bild aus alten zeiten: Die Gebrüder Warnke arbeiteten bis in die 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts noch als Reepschläger, als Hersteller von Seilen, in dem Haus.
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Ein Bild aus alten Zeiten: Die Gebrüder Warnke arbeiteten bis in die 60er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts noch als…

Im Buch des altehrwürdigen Reepschlägerhauses wird ein neues Kapitel aufgeschlagen. Ab Januar wird Familie Blum den Betrieb der Teestube in dem historischen Haus übernehmen. Das teilte der Vorstand den Mitgliedern auf der Jahreshauptversammlung des Förderkreises Reepschlägerhaus mit, der das städtische Gebäude mit kulturellem Leben erfüllt.

Julia, Gabriele und Heinz Blum sind in der Stadt keine Unbekannten. Seit mittlerweile einem Vierteljahrhundert betreiben sie das Hotel Diamant in der Schulstraße und haben sich dadurch einen guten Ruf als herzliche Gastgeber erworben. "Schon mit 14 war es ein Traum von mir, eine traditionelle Teestube zu führen. Wir haben viel vor - lassen Sie sich überraschen", sagte Gabriele Blum. Ein bisschen mehr verriet sie den Mitgliedern dann doch. Beispielsweise wolle sie das Haus auch schon vormittags öffnen und Frühstück anbieten.

Der Gastromiebetrieb in dem von der Stadt in den 70ern restaurierten Fachwerkhaus ist keine ganz einfache Sache. Jahrzehntelang hatte sich der unvergessene Werner Wietek liebevoll um das Haus und den Garten gekümmert und der gemütlichen Teestube  ein unverwechselbares Flair verliehen. Nach seinem Tod verschlechterten sich die Rahmenbedingungen für seine Nachfolger, weil der Bestandsschutz für einige Dinge erlosch. So durfte das von Werner Wietek als Wohnung genutzte Obergeschoss nun nicht länger als Wohnraum genutzt werden und auch der Sanitärbereich erforderte teure Umbauten. Viele Spender trugen ihr Scherflein bei. Zuletzt hatte Aydemir Alkan mit viel Herzblut die Teestube geführt, stand aber quasi als Einzelunternehmer allein auf weiter Flur. Nun können die Herausforderungen bei Familie Blum und ihrem Team auf mehrere Schultern verteilt werden.

Ein Problem bedeutet auch, dass die Räumlichkeiten zwar fein, aber doch klein sind, was die Zahl der Gäste eingrenzt. Nur knapp 50 Plätze können geboten werden.Im Sommer sind es zum Glück im traumhaften Garten aber noch einige mehr.

Die geringe Anzahl von Sitzmöglichkeiten schränkt den Förderkreis bei seinen Veranstaltungen ebenfalls ein, was wiederum nur überschaubare Einnahmemöglichkeiten zur Folge hat. Zwar gelingt es den Aktiven um den Vorsitzenden Bernd Vorwerk immer wieder, faszinierende Ausstellungen, Lesungen und Konzerte ins Haus zu holen, aber Raum und Zeit sind begrenzt. Deshalb beschäftigten sich die Mitglieder auf der Versammlung mit der Beitragsordnung. Generell wurde der Mindest-Satz auf 30 Euro pro Person und Jahr erhöht. Spenden sind nach wie vor immer hochwillkommen, weil auch der Zuschuss der Stadt nicht üppig ausfällt. (Jörg Frenzel/kommunikateam GmbH, 21.9.2018)

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