Quo vadis, Wedel Marketing?

Verein will engere Kooperation - vielleicht sogar den Zusammenschluss - mit der Gemeinschaft der Kaufleute prüfen

in Wedel Marketing, Wirtschaft & Branchen, Kaufleutegemeinschaft

Sie zogen eine positive Bilanz ihrer Arbeit: die haupt- und ehrenamtlichen Kräfte von Wedel Marketing  Wilhelm Hardich (von links) Birgitt Possehn, Niels Schmidt, Claudia Reinhard, Marc Cybulski, Monika Hardich, Jochen Lüchau, Susann Heiseke und Katrin Fahrenkrug.
Sie zogen eine positive Bilanz ihrer Arbeit: die haupt- und ehrenamtlichen Kräfte von Wedel Marketing Wilhelm Hardich (von…

Während andernorts Sondierungsgespräche gerade abgebrochen wurden, fangen sie in Wedel erst an. Der Verein Wedel Marketing will eine engere Kooperation mit der Gemeinschaft der Wedeler Kaufleute prüfen, die sogar in einem Zusammenschluss beider Institutionen gipfeln könnte. Für diesen Weg holte sich die Marketing-Führungsriege um den Vorsitzenden Marc Cybulski das Votum der Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung.

Die Überlegungen haben mehrere Hintergründe. Zum einen sind beide Vereine zwei Seiten einer Medaille: Wedel Marketing kümmert sich um Tourismus- und Kultur-Marketing, organisiert für Wedel schöne Veranstaltungen und die Gemeinschaft der Kaufleute trommelt für den einheimischen Handel und das Handwerk. So haben beide Institutionen den gemeinsamen Nenner, die Vorzüge des Standorts Wedel darzustellen. Die Idee: Mit vereinten Kräften kann das besser funktionieren, Doppel-Arbeiten können vermieden, Kräfte gebündelt und für alle förderliche Aktionen "aus einem Guss" schonn im Ansatz konzipiert werden.

Doch einige Klippen werden auch zu umschiffen sein. Eigenständigkeit und eigene Meinungen sollen weiterhin bestehen bleiben. Kaufleute-Vorstandsmitglied Jochen Lüchau, der auch Schatzmeister von Wedel Marketing ist, wies darauf hin, dass an Wedel Marketing die Stadt finanziell stark beteiligt ist, die Kaufleute aber auch weiterhin Positionen vertreten möchten, die eventuell andere sind als die des Rathauses. Wie ist mit unterschiedlichen Interessen umzugehen? Welche Kernaufgaben sollen bedient werden? Und wer "hat den Hut auf"? Das alles gelte es zu klären.

Bürgermeister Niels Schmidt, stellvertretender Vorsitzender von Wedel Marketing, sieht diese Fragen, zeigte sich gleichwohl optimistisch: "Jeder hat seine Identität und Schwerpunkte. Es wäre verheerend, sie zu opfern."

Im Berichtsjahr gab es Licht und Schatten. Zuerst das Helle: Die Veranstaltungen wie das Hafenfest und die Kulturnacht waren gut besucht. Broschüren wurden erstellt und auf andere Arten für Wedel getrommelt. Das Dunkle: Bei der Kulturnacht waren weniger Gäste bereit, freiwillig ihren Obolus zu entrichten, die Zahl größerer Unternehmens-Sponsoren ist rückläufig und beim Ochsenmarkt musste der Viehauftrieb aufgrund extremer tierärztlicher Anforderungen ausfallen.

Deshalb entwickelt die Geschäftsstelle für den Ochsenmarkt 2018, der vom 27. April bis 1. Mai inklusive "Tanz in den Mai" läuft, einen Unterhaltungsplan B. Insgesamt soll verstärkt überlegt werden, wie das Ochsenmarkt-Geschehen zeitgemäßer gestaltet werden kann. Im kommenden Jahr steht das Hafenfest für den 29. Juni bis 1. Juli an. Es soll noch maritimer ausfallen und das 100jährige Jubiläum der Lühe-Schulau-Fähre soll seinen Platz finden, vielleicht mit einem Shanty-Festival an beiden Ufern der Elbe.

Personalien: Um die Sondierungsverhandlungen zu begleiten, bleiben Vorsitzender Marc Cybulski und Schatzmeister Jochen Lüchau im Amt, obwohl sie im vorigen Jahr angekündigt hatten, ihre Wahlperiode vorzeitig beenden zu wollen. (Jörg Frenzel/kommunikateam GmbH, 24.11.2017)

 

 

 

 

 

 

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