Feuerwehr: Rekordhoch bei Einsatzzahlen

Positiver Trend bei der Jahreshauptversammlung: Auch bei Aktiven geht's aufwärts

in Freiwillige Feuerwehr, Leben in Wedel

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Dankeschön an eine ganz besondere Feuerwehrfrau: "Küchenfee" Regina Fischer verwöhnt und stärkt die Retter an Übungsabenden…
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Klaus Reining ist seit 40 (!) Jahren im aktiven Dienst der Freiwilligen Feuerwehr. Bürgermeister Niels Schmidt verlieh ihm…
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20 Jahre dabei sind Sven Mähl (von links), Christian Abel und Marcus Hopf.
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Beförderungen durch Kreisbrandmeister Frank Homrich (von links): Robin Thießen und Sven Kühn zum Oberlöschmeister sowie Axel…
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Jetzt Hauptfeuerwehrleute: Florian Naujok (links) und Jens Benölken.
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Neu in der aktiven Abteilung: Lucas Sandweg, Marcel Stockfleth und Laura Essig.
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Reserve hat Ruh: "Chef-Veteran" Jürgen "Krawalli" Geschwandtner (von links) nimmt Herrmann Pein, Ralf Otte und Thomas Röhse…

Bei der Feuerwehr Wedel liegen Licht und Schatten eng beieinander. Zuerst der Schatten: "Die Einsatzzahlen sind auf Rekordniveau angestiegen. Das Jahr 2015 brachte unglaubliche 420 Alarme gegenüber 312 im Jahr 2014 mit sich", bilanzierte Wehrführer Michael Rein auf der Jahreshauptversammlung. Und nun das Licht: "Der Personalstand hat sich mit 88 Mitgliedern vor einem Jahr auf über 100 verbessert!" Allein 80 von ihnen waren anwesend und hörten gemeinsam mit Stadtpräsidentin Renate Palm, Bürgermeister Niels Schmidt, Vertretern aus der Verwaltung, Politik, Wirtschaft, befreundeten Wehren, Polizei und anderen Einsatzkräften Bilanz und Ausblick der Wedeler Wehr.

Zwei Sturmtiefs, verachtenswerte Individuen, die Autos und Gartenlauben ansteckten, mehr Brandmeldeanlagen und in der Folge ein Plus an Fehlalarmen, Waldbrände im Klövensteen, zwei grausige Unglücke mit Todesfolge an der S-Bahn - das waren die herausragenden Punkte im vergangenen Jahr. Dazu kam "das Übliche": Ölspuren, Türöffnungen, Aufzugklemmer, Wasserrohrbrüche, Katze aus Schornstein und Vogel aus Gully befreien...- doch das ist nur der unvorhergesehene Zeitaufwand, der zum Standard "obendrauf" kommt. Wöchentliche Dienstabende für das Erlernen der Grundlagen des "Feuerwehr-Handwerks" sowie zusätzliche Spezialschulungen wie Atemschutzausbildung oder Umgang mit Chemikalienschutzanzügen verlangen den Männern und Frauen der Wedeler Wehr viel Zeit und Engagement ab.

Die Führungskräfte haben weitere Aufgaben von der Brandschutzbesichtigung in Unternehmen bis zur Prävention in Schulen und Kindertagesstätten, die im vorigen Jahr aufgrund einer Lehrplanänderung extrem zugenommen haben. "Im abgelaufenen Jahr wurden rund 1450 Personen, Kinder wie Erwachsene, durch die Brandschutzerzieher und Aufklärer geschult und weitergebildet. In 20 Brandschutzschulungen für Betriebe und Institutionen, die zum Großteil in der Feuerwache durchgeführt wurden, wurden 770 Teilnehmer im Umgang mit Feuerlöschern, den Löscheinrichtungen in den jeweiligen Institutionen, sowie den jeweiligen Alarmierungsmöglichkeiten im Brandfall geschult. Bei insgesamt 28 Vor-Ort-Terminen wurden mit den jeweiligen Leitungen der Einrichtungen, Institutionen der Stadt Wedel und der Feuerwehr, Lösungsmöglichkeiten in Brandschutzfragen erarbeitet um ein optimales Arbeitsfeld für die Feuerwehr zu schaffen", bilanzierte stellvertretender Wehrführer Uwe Brandt, und mahnte, "da diese Arbeit ebenfalls ehrenamtlich neben den Hauptaufgaben in einer Freiwilligen Feuerwehr, Familie und Hauptberuf geleistet wird, stehen wir mittlerweile an der Grenze zum Machbaren. Um eine weiterhin qualitative Arbeit in diesem Bereich leisten zu können, wird es Zeit, neue Konzepte für die Brandschutzerziehung und Aufklärung in der Stadt Wedel zu entwickeln."

Zumindest die Verstärkung fürs Tagesgeschäft lässt hoffen. Eine Werbekampagne mit diversen Akltivitäten verlief erfolgreich. Aus der Stadtverwaltung kam ein ganzer Schwung an Neumitgliedern hinzu, nachdem die Feuerwehrleute auf ganz speziellen Info-Tagen ihr Metier vorgeführt hatte. Mehrere Personen ließen sich zu "Feuerwehrhelfern", eine Art "Feuerwehrmann light" ausbilden, um kleinere Einsätze souverän zu meistern. Info-Serien im Wedel-Schulauer Tageblatt, neue Flyer, Straßen-Banner, persönliche Werbung bei Veranstaltungen und die verstärkte Nutzung von wedel.de taten ein übriges zum Anstieg der Mitgliederzahlen. Und die kernigen Jungen und Mädchen in der Jugendwehr lassen ebenfalls auf eine gute Zukunft hoffen. "Dieser Erfolg wurde hart erkämpft und ist auch nicht jedes Jahr wiederholbar. Es macht mir aber sehr viel Freude zu sehen, was möglich sein kann, wenn man vorurteilsfrei und kreativ an die Dinge herangeht", so Wehrführer Michael Rein.

Bei all diesem Engagement war es nur folgerichtig, dass Bürgermeister Niels Schmidt den Männern und Frauen der Wehr Dank und höchsten Respekt der Stadt abstattete. "Es ist eine beeindruckende Entwicklung. Sie haben sich immer den Veränderungen von Rahmenbedingungen angepasst und alle Problem in den Griff bekommen. Danke für Ihren Einsatz", sagte Schmidt, der schon als Ordnungsamtsleiter für die Wehr zuständig war und jetzt somit seine 26. Jahreshauptversammlung erlebte. Lächelnd fügte er hinzu: "Die Feuerwehr ist nicht nur die älteste Bürgerinitiative in der Stadt, sondern auch diejenige, die am wenigsten umstritten ist." (Jörg Frenzel/kommunikateam, 22.2.2016)

Zum Abschluss noch eine Passage aus dem Jahresbericht des Wehrführers Michael Rein in eigener Sache. Michael Rein: "Ein großes Lob möchte ich der örtlichen Presse aussprechen. Im Jahr der Mitgliederwerbung konnte auch durch ihre fachmännische Unterstützung dieser Erfolg erbracht werden. Hierzu zählen auch die verantwortlichen Betreiber von "wedel.de", die mit Bild und Text auf uns aufmerksam gemacht haben. Die Berichterstattung zu allen Themen dieser Feuerwehr war immer umfangreich und ganz besonders objektiv." Das wedel.de-Team freut sich und bedankt sich fürs Lob!   

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