Die CO₂-Einspar-Kasse Wedel

Solaranlage auf dem Dach
Motivation   Klimafreundliche Stromerzeugung (24.000 kWh/a)
Ersparnis   ca. 12 Tonnen CO₂ pro Jahr
Umrüstung auf LED-Beleuchtung

Motivation

  Reduzierung des Stromverbrauchs

Ersparnis 
 

 

1) ca. 34 Tonnen CO₂ pro Jahr
2) Verringerung des Stromverbrauchs um 47%

Name Stadtsparkasse Wedel
Branche Kreditinstitut
Größe 102 Mitarbeiter*innen (Stand 2020) 

Kontakt


 

Stadtsparkasse Wedel
Gorch Fock Straße 2, 22880 Wedel
Vorstand
vorstand@sparkasse-wedel.de

Webseite  www.sparkasse-wedel.de

Was kann ein Mann allein gegen den Klimawandel ausrichten? Eine ganze Menge.

Herr Jürß, Teamleiter Haustechnik der Stadtsparkasse Wedel , Foto: Stadt Wedel/Kamin

Es herrscht ruhige Geschäftigkeit in der Schalterhalle der Stadtsparkasse Wedel, wenn Michael Jürß in seinem charakteristischen rot-schwarz-karierten Hemd den Kontrollbildschirm für die Photovoltaik-Anlage der Stadtsparkasse Wedel in Augenschein nimmt. Seit Jürß hier arbeitet, laufen die Uhren langsamer – und zwar die, die den CO₂-Ausstoß des Kreditinstituts messen. Jürß ist Teamleiter Haustechnik und damit verantwortlich für alle energieverbrauchenden Geräte des Hauses.

Als Jürß 2012 bei der Stadtparkasse Wedel seinen Dienst antritt, wird zwar gerade die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach installiert und die Parkplatzbeleuchtung auf LED umgestellt, aber dem Techniker fällt etwas auf: „Der Stromverbrauch war mit 458.000 Kilowattstunden im Jahr sehr hoch. Da wollte ich gegensteuern“, erinnert sich Jürß.

Verlinkung zum Youtube Video über die CO₂-Einsparmaßnahmen der Stadtsparkasse Wedel
Video Reportage über die CO₂ Einsparmaßnahmen der Stadtsparkasse, Weiterleitung auf die Seite von Youtube

Bei diesem Projekt findet Jürß schnell einen starken Verbündeten: Marc Cybulski, den Vorstandsvorsitzenden der Stadtsparkasse Wedel. Dieser interessiert sich für den Stromverbrauch als solchen zwar nur mäßig. Aber eines weiß Cybulski als Bänker: Strom kostet Geld. Jürß bekommt grünes Licht und legt los: Er setzt flächendeckend auf LED-Beleuchtung. Und er führt einen klugen Umgang mit der Erneuerung älterer Technik ein: Alte Geräte werden, wenn sie kaputt sind, bewusst durch energiesparende ersetzt – aber auch wirklich erst dann. So müssen keine funktionierenden Geräte entsorgt werden, sondern können ihren Lebenszyklus voll ausschöpfen. Das schont Ressourcen und senkt die Kosten. So tut im Keller auch noch ein Kompressor mit einem Kältespeicher aus dem vergangenen Jahrtausend seinen Dienst. Die Klimaanlage des Hauses kann die gespeicherte Kälte auch dann abrufen, wenn der Kompressormotor nicht läuft.  Durch umsichtiges Ressourcenmanagement konnte der jährliche Stromverbrauch der Stadtsparkasse inzwischen auf etwa 150.000 kWh gesenkt werden. Das ist nur noch ein Drittel des Ausgangswertes. Seit der Umrüstung der Kundenhalle auf LED-Beleuchtung 2017 werden allein dort etwa 64.000 kWh Strom jährlich eingespart. Das entspricht 33,3 Tonnen CO₂ im Jahr. Rund 12 Prozent des Stromverbrauches kann die Stadtsparkasse mit ihrer eigenen Photovoltaik-Anlage abdecken.

Herr Cybulski (Vorstand) und Herr Jürß (Teamleiter Haustechnik) im Gespräch.
Herr Cybulski (Vorstand) und Herr Jürß (Teamleiter Haustechnik) im Gespräch. , Foto: Stadt Wedel/Kamin

Jürß’ Blick auf den Klimaschutz endet lange nicht beim Energieverbrauch. Unter seiner Regie wurden Plastikflaschen aus dem Haus verbannt. Kunden können darüber hinaus alte Batterien im Foyer abgeben. Außerdem sammelt die Sparkasse ihre leeren Tonerkartuschen und lässt sie von den Herstellern recyceln.  

Ein bisschen ist es mit dem Klimamaßnahmenpaket der Stadtsparkasse wie bei einem Sparkonto: Am Ende sind es viele kleine Beträge, durch die ein ganz beachtlicher Wert zusammenkommt. Auch aus diesem Grund hat die Stadtsparkasse Wedel sehr früh die Aufnahme bei den Klimapartnern für Wedel angestrebt: Die Motivation von Jürß und Cybulski: „Wir wollen noch besser werden und neue Sparpotenziale erschließen/auftun. Dafür nutzen wir gern die Chance zu Austausch mit den anderen Unternehmen im Netzwerk.“

Vorteile

  • Positive Rückmeldungen von Kunden und Beschäftigten
  • Neben ökologischen auch spürbare ökonomische Vorteile
  • Keine Symbolpolitik sondern Maßnahmen mit Wirkung
     

Herausforderungen

  • Hohe Kosten der Umrüstung
  • Lange Amortisationsdauer
  • Fehlender branchenspezifischer Überblick zu den zu priorisierenden Maßnahmen
  • Bessere Nutzung des vorhandenen Netzwerks in Wedel
Marc Cybulski (Vorstand Stadtsparkasse)
Marc Cybulski (Vorstand Stadtsparkasse), Foto: Stadtsparkasse

„Die Sparkasse Wedel ist nun seit 144 Jahren für die Menschen in Wedel tätig. Ich denke mal, dass dabei Nachhaltigkeit Teil unseres Auftrags und unseres Kerns ist. Deswegen ist es für uns selbstverständlich, dass wir neben der sozialen und der ökonomischen Nachhaltigkeit nun auch gerade ökologische nachhaltige Aspekte seit Jahren in den Fokus genommen haben."
Marc Cybulski, Vorstand Stadtsparkasse Wedel

Mit freundlicher Unterstützung von...