Bewusstes Energiesparen an Wedels Schulen

Verbindung von technischer Umsetzung und pädagogischem Ansatz: Mit dem „Fifty-Fifty“ Energiesparmodell und zwei neuen PV-Anlagen setzt die Stadt Wedel ein deutliches Signal für Klimaschutz und Energieeffizienz in Wedels Schullandschaft.

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Die PV-Anlage des Johann-Rist-Gymnasiums - Zwei Projekte an Wedels Schulen sensibilisieren für mehr Klimaschutz und Energieeffizienz Foto: Stadt Wedel

Zwei Projekte – ein Ziel: Klimaschutz und Energieeffizienz an Wedels Schulen

 

1. Das „Fifty-Fifty“-Modell

Unter dem Motto „Die Schulgemeinschaft gewinnt. Die Kommune gewinnt. Das Klima gewinnt“ sensibilisiert das schulische Energiesparprojekt die teilnehmende Schulgemeinschaft zum umsichtigen Umgang mit Energie. Hinter dem Modell steht der Dienstleister FiftyFifty concept. Mit der Gebrüder-Humboldt-Schule, der Ernst-Barlach-Gemeinschaftsschule und dem Johann-Rist-Gymnasium nehmen alle drei weiterführenden Schulen Wedels an diesem Modell teil.

Die Idee dahinter:

Jede Schule motiviert sich zum Energiesparen und reflektiert, wie und wo im Gebäude durch einfache Verhaltensänderungen Energie eingespart werden kann. Die aus den Sparmaßnahmen resultierende finanzielle Ersparnis wird geteilt. 32,5 % des eingesparten Betrages kommt jeweiligen Schule zu Gute, 32,5 % verbleibt bei der Stadt Wedel und 35 % erhält der Dienstleister FiftyFifty concept. Wird keine Energie eingespart, bekommt der Dienstleister nichts. Der Stadt Wedel entstehen somit keine Kosten.

Die Umsetzung erfolgte im Frühsommer durch Wedels Energiemanager Ivan Razumtsev und Wedels damaligen Klimaschutzmanager Peter Germann, der durch Recherchen und Engagement den Start ermöglicht hatte.

Der „Startschuss“ zum bewussten Energiesparen in den drei Schulen erfolgte bereits am 01.09.2025.

Während der Projektlaufzeit von 36 Monaten/Jahren werden die teilnehmenden Schulen vom Dienstleister betreut. Es erfolgte bereits eine technische und pädagogische Bestandsaufnahme. Energiebeauftragte werden geschult, eine Ausleihe an Messgeräten ist möglich. Es werden kontinuierliches Monitoring und jährliche Vernetzungstreffen zwischen den teilnehmenden Schulen organisiert. Auch wird die Motivation mit Auszeichnungen belohnt. Ein gesunder Energiesparwettbewerb zwischen den Wedeler Schulen kann ebenfalls motivieren.

Die Idee des „Fifty-Fifty“-Modell ist nicht ganz neu. Bereits in den 1990ern hatte die damalige Wedeler Stadtverwaltung ein ähnliches Modell initiiert, das damals jedoch nach einiger Zeit nicht mehr weiterverfolgt wurde. Ziel des neuen „Fifty-Fifty“- Modell ist es diesmal, deutlich effizienter, praxisnäher und nachhaltiger zu sein.

 

2. Photovoltaik-Anlagen auf Schuldächern

Neben dem Energiespar-Projekt „Fifty-Fifty“ leistet die Stadt Wedel mit mittlerweile zwei stadteigenen Photovoltaik-Anlagen auf Schuldächern einen weiteren wichtigen Beitrag in Sachen Klimaschutz.

So ist seit Anfang dieses Jahres eine Anlage auf dem Dach des neuen Unterstufentrakts des Johann-Rist-Gymnasiums installiert. Der Strom wird für den Eigenbedarf der Schule genutzt. Überschüssiger Strom wird ins Netz eingespeist.

Die zweite städtische PV-Anlage ziert seit März 2025 das Schuldach der Altstadtschule. Die Anlage produziert pro Jahr zwar weniger als das Johann-Rist-Gymnasium, verfügt aber dafür über einen zusätzlichen 20 kWh – Speicher.

Bisher zeigte sich, dass die JRG-Anlage ein starker Stromproduzent über den Eigenbedarf hinaus ist, während die effiziente PV-Anlage auf der Altstadtschule stärker auf den Eigenverbrauch ausgerichtet ist.

(Stadt Wedel/Doris Brandt) 

 

Letzte Änderung: 10.10.2025