1976 beschloss die Stadtvertretung in der Marsch an der Schulauer Straße ein Freizeitbad zu errichten. Planungen und Bau waren wegen des feuchten Untergrundes nicht einfach, viel Sand musste aufgefahren werden, um das Gelände überhaupt tragfähig zu bekommen. Die Grundsteinlegung erfolgte am 3. April 1980 und die Stadtväter- und Mütter rechneten mit der Fertigstellung zum Sommer 1981. Aber das Richtfest konnte erst im November 1981 gefeiert werden. Denn bei den Ausführungen kam es zu zahlreichen Mängeln, die erst durch langwierige Rechtsprozesse geklärt wurden. Die Kosten für das Bauvorhaben liefen davon und stiegen von geplanten 6,5 Mio DM auf mehr als 22,5 Mio DM. Ursachen gab es dafür viele. So vergaß der Architekt bei der Berechnung nicht nur die Wärmepumpe, sondern gleich die Mehrwertsteuer. Und da man es versäumt hatte, die Liegewiese zur Einweihung des Freizeitbades am 28.05.1983 rechtzeitig einzusäen musste dann für den großen Veranstaltungstag teurer Rollrasen her. Und die Gäste kamen – zumindest die ersten fünf Tage, denn wegen einer defekten Filteranlage musste das Bad zunächst kurzfristig geschlossen werden. Aber dann strömten in der ersten Badesaison 300.000 Gäste in das Freibad. An manchen Tagen war der Andrang so gewaltig, dass die Stadtwerke Wedel, die „Hausherren der Wedeler Bäder“, mit Lautsprecherdurchsagen im Stadtgebiet den Andrang eindämmen wollten. 3,50 DM war eingangs der Eintrittspreis für einen erwachsenen Schwimmer und diesem bot sich im Innenbereich neben den Umkleide- und Sanitärbereichen ein kleines Einschwimmbecken. Von diesem aus kam man zu einer Wasserfläche von insgesamt 2.500 m², die aufgeteilt war in Außenschwimmbecken, einem Springer-Becken mit mehreren Sprung-Brettern bis zu 5-Meter-Höhe und einem Schwimmer- und Wellenbecken. Darüber hinaus gab es eine 57 m lange Rutsche, einen Strömungskanal, Wasserkaskaden, Unterwassersprudel und vieles mehr.
Aber das Freizeitbad hatte nur im Sommer geöffnet und das Schulschwimmen konnte nur in dem Hallenbad aus dem Jahr 1969 an der Rudolf-Breitscheid-Straße stattfinden. Und beide Bäder kamen in die Jahre, beide waren kostenintensiv und beide litten spätestens um das Jahr 1995 an erheblichem Sanierungsstau. Eine Idee musste her. Die Stadtvertretung entschied sich für ein Kombibad an der Schulauer Straße. Das Freizeitbad wurde 2003/2004 abgebrochen und für den Neubau im Juli 2005 ein Grundstein gelegt. Im Juli 2006 konnte die Badebucht eröffnet werden, das Hallenbad schließen und zwei Jahre später auch abgebrochen werden.