Erinnern und mahnen gegen das Vergessen

Arbeitskreis der Stadt Wedel gegen Rechtsradikalismus und Ausländerfeindlichkeit lädt ein zum 9. November zu um 17 Uhr ans Mahnmal im Puttener Weg und zum KZ-Gedenkstein Rissener Straße

in Leben in Wedel,

Das Denkmal an das ehemalige KZ-Außenlager Neuengamme in Wedel. Foto: Persson

Unser Gedenken wird musikalisch unterstützt von den Bläsern der Christuskirche Schulau unter der Leitung von Freimut Stümke. Der Landtagsabgeordnete Thomas Hölck (SPD) wird ein Grußwort sprechen. Pastorin Susanne Schmidtpott von der Immanuel-Kirchengemeinde wird mit ihrer Konfirmandengruppe Gedanken zu den vielen verstörenden Gesetzen gegen die jüdische Bevölkerung im NS-Staat vortragen. Irmgard Jasker vom Arbeitskreis übernimmt die Einführung.

Wir haben nicht geglaubt, dass 86 Jahre nach den Novemberpogromen von 1938 in Deutschland Menschen jüdischen Glaubens wieder Angst um ihr Leben haben müssen. Es ist für denkende Menschen unfassbar, dass der Hass auf Juden wächst, obwohl es in ganz Deutschland keine 100 000 Anhänger mosaischen Glaubens gibt. Und natürlich können die hier lebenden jüdischen Menschen nicht verantwortlich gemacht werden für die Politik der israelischen Regierung.

Es ist beschämend für unser Land, dass angstfreies jüdisches Leben in Deutschland nicht möglich zu sein scheint. Viele Jüdinnen und Juden fühlen sich bedroht und leben in ständiger Angst. Wie Michael Friedmann es jüngst erklärte, haben einige immer einen gepackten Koffer bereit, um jederzeit flüchten zu können. Das muss uns alle auf den Plan rufen.

Deshalb müssen wir erinnern an die deutschen Verbrechen, die 1938 als November-Pogrome in die Geschichte eingegangen sind. Wir wollen mit Empathie für die damaligen und für die heutigen Opfer mahnen, gegen immer neuen Hass und Gewalt Stellung zu beziehen. Der Arbeitskreis der Stadt Wedel gegen Rechtsradikalismus und Ausländerfeindlichkeit lädt ein zu einem Gedenken am Mahnmal im Puttener Weg/Ecke Kronskamp. Hier wollen wir Informationen austauschen und mahnen. Anschließend gehen wir zum KZ-Gedenkstein an der Rissener Straße mit Blumen und Kerzen.

Wir hoffen auf viel Beteiligung aus und in unserer weltoffenen Gemeinde Wedel! Nie wieder ist jetzt!. (Arbeitskreis gegen Rechtsradikalismus und Ausländerfeindlichkeit,4.11.2024

Letzte Änderung: 05.11.2024