Beteiligt sind etwa Schülerinnen und Schüler der benachbarten Gebrüder-Humboldt-Schule, die nicht nur das Musikprogramm mitgestaltet, sondern auch Präsentationen zum Thema “Schüler im NS-Staat” vorbereitet haben. Neben der heutigen Jugend kommen auch Menschen zu Wort, die im NS-Staat jung waren und somit als Zeitzeugen referieren. Wedels Stadtarchivarin Anke Rannegger wird ebenfalls einen Vortrag zu diesem Thema halten.
Aber auch der persönliche Austausch – und hier speziell der Austausch zwischen den Generationen - soll auf dieser wichtigen Veranstaltung viel Raum bekommen. In einer längeren Pause ist Zeit für Gespräche und für nähere Betrachtung der Ausstellungsstücke.
Die Veranstaltung in der Stadtbücherei wird vom DGB und der Amschler-Stiftung unterstützt. Die Wedelerin Irmgard Jasker hat sich das Engagement für Frieden und gegen Rechtsradikalismus zur Lebensaufgabe gemacht. Gemeinsam mit der Stadtbücherei, der VVN-BdA und des Arbeitskreises der Stadt Wedel gegen Rechtsradikalismus und Ausländerfeindlichkeit begleitet sie seit vielen Jahren das Gedenken an die Opfer des NS-Staates am 27. Januar, um gerade Jugendliche in die Erinnerungskultur mit einzubeziehen.
Hintergrund:
Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz von sowjetischen Soldaten befreit. Was sie dort entdecken mussten, läßt der Welt, läßt uns noch heute den Atem stocken vor Abscheu und Entsetzen. Mehr als eine Million Menschen waren allein in Auschwitz zwischen März 1942 und November 1944 in einem beispiellosen Vernichtungswillen ermordet worden.
(Doris Brandt/Stadt Wedel, 22.01.2025)