Neues Kinderparlament für Wedel

Am letzten Mittwoch kamen 17 Mitglieder erstmalig im Ratssaal zusammen und äußerten bereits, was sie zukünftig gerne ändern möchten.

in Leben in Wedel, Rathaus & Politik, Kultur & Bildung, Kinder- und Jugendzentrum

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Auch während der ersten Sitzung äußerten sich die jungen Parlamentarier:innen selbstbewusst zu ihren Wünschen, Ideen und Sorgen.
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Was gefällt mir nicht?
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Was möchte ich gerne ändern?
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Erste Sitzung des neuen Kinderparalments im Wedeler Ratssaal
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Während der Befragung der Kinder kristallisierten sich einige Schlüsselthemen wie etwa die Müll-Situation in der Stadt heraus.

Am letzten Mittwoch trat das neue Kinderparlament für Wedel im Ratssaal des Rathauses zusammen. In ihrer Begrüßung der Kinder freute sich die Bürgermeisterin Frau Fisauli-Aalto über den regen Zulauf zur Auftaktsitzung und betonte die Wichtigkeit eines solchen Kinderparlaments. „Es gibt in Schleswig-Holstein sogar ein Gesetz, das vorschreibt, Kinder und Jugendliche bei Planungen etwa von Spielplätzen und Sportplätzen zu beteiligen!“, so Fisauli-Aalto zu den angehenden Kinderparlamentariern.

Siebzehn Kinder im Alter zwischen 9 und 13 Jahren machen künftig mit und wählten am Mittwoch ihre Vorsitzenden, eine Kassenwartin und zwei Beisitzerinnen. Sie werden unterstützt durch den Fachdienst Kinder, Jugend und Familie sowie Mitarbeitende des Kinder- und Jugendzentrums Wedel.

Damit der Spaß nicht zu kurz kam, gab es neben Brötchen und Saft ein Pausenprogramm mit Spielen, organisiert von Praktikanten des Kinder- und Jugendzentrums.

Bei einer ersten Befragung der Kinder nach ihren eigenen Wünschen für ein „Wedel der Zukunft“ kristallisierten sich einige Schlüsselthemen heraus. Die Kinder bewegte der viele Müll im Stadtgebiet. Auch der Wunsch nach besseren und auch mehr Fahrradwegen war Thema. Viele trieb zudem die Sorge um, dass alles teurer geworden sei.

Neben besser ausgestatteten Spielplätzen wünschten sich die Kinder, eine bessere Bustaktung in die umliegenden Gemeinden. Derzeit kämen Kinder wegen überfüllter Busse manchmal gar nicht mit, so die Kritik der Kinder.

Das letzte Wedeler Kinderparlament löste sich 2023 unter anderem dadurch auf, dass langjährige Mitglieder in den Jugendbeirat gewählt wurden.

Die neuen Kinderparlamentarier werden ihre Anliegen künftig auch über den Jugendbeirat in die Politik einbringen und vertreten. Ebenso sind Politikerinnen und Politiker aufgefordert, die Themen, die Kinder betreffen, an das Kinderparlament zur Beratung weiterzuleiten.

 

Das Kinderparlament trifft sich künftig an jeden ersten Mittwoch im Monat im Kinder- und Jugendzentrum in der Bekstraße.

 

Hintergrund:

Der Wortlaut von § 47 Gemeindeordnung des Landes Schleswig-Holstein:

(1) Die Gemeinde muss bei Planungen und Vorhaben, die die Interessen von Kindern und Jugendlichen berühren, diese in angemessener Weise beteiligen. Hierzu muss die Gemeinde über die Beteiligung der Einwohnerinnen und Einwohner nach den §§ 16a bis 16f hinaus geeignete Verfahren entwickeln.

(2) Bei der Durchführung von Planungen und Vorhaben, die die Interessen von Kindern und Jugendlichen berühren, muss die Gemeinde in geeigneter Weise darlegen, wie sie diese Interessen berücksichtigt und die Beteiligung nach Absatz 1 durchgeführt hat.

(Imke Dreeßen und Doris Brandt, Stadt Wedel/11.2.2025)

 

 

Letzte Änderung: 11.02.2025