Tag der offenen Tür im KiJuz

Beim Tag der offenen Tür konnten Interessierte die Arbeit und das Haus vom Kinder- & Jugendzentrum Wedel kennenlernen.

in Leben in Wedel

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Dass das KiJuz viele Menschen miteinander vereint ist nichts Neues.

Hierher kommen täglich zwischen 20 und 60 Kinder und Jugendliche aus Wedel und Umgebung, um ihre Freizeit zu gestalten: egal ob zu einem der regelmäßigen Wochenangebote, zum Entspannen mit Freund*innen oder für Sozialberatungen.

Hier werden viele verschiedene Sprachen gesprochen und Erfahrungen aus vielen Familiengeschichten von aller Welt geteilt.

 

Leitung Jülide Harder: „Bei uns haben die Kinder und Jugendlichen einen Raum, in dem sie sich einbringen können. Wir nehmen sie bedingungslos an und handeln fast täglich neue Regeln und Angebote mit ihnen aus. Dies ist eine zentrale Entwicklungsaufgabe der Jugend, sowie ein Anspruch an unsere Arbeit der offenen Kinder- und Jugendarbeit, welche als außerschulische Bildungsarbeit einen wichtigen Teil zur Demokratiebildung leistet.“.

 

Umso wichtiger, die weltoffene Gemeinde Wedel, die sich seit 35 Jahren so nennen darf, weiter aktiv und interkulturell mit zu gestalten – für und mit den jüngsten Einwohnenden!

 

„Wir dürfen bei Kindern und Jugendlichen nicht einsparen, sie wurden in die von uns älteren Generationen mitgestaltete Welt hineingeboren, haben Digitalisierung und Corona-Pandemie hilflos miterlebt und quasi unzensierten Zugriff auf die globalen Krisen. Wir alle sollten uns damit auseinandersetzen, den defizitären Blick auf die jüngsten Menschen unserer Gesellschaft abzubauen, angemessene Angebote zu schaffen und qua demokratischer Gesetzgebung Mitbestimmung möglich zu machen! Dabei dürfen wir niemals aus den Augen verlieren, dass der soziale Status der Familien darüber entscheidet, welche Bildungschancen die Kinder haben. Wir wollen alle dabei unterstützen, sich in unserer Gemeinde wohlzufühlen und einzubringen.“ so Harder.

Dass das KiJuz seit Jahrzehnten Interkulturalität lebt, ist kein Geheimnis. Seitdem Künstler Salah Zater im KiJuz wöchentlich sein „Zater’s Community Kitchen“ anbietet ist der Tisch reich gedeckt. Das Projekt versteht sich als dynamisches, performatives Projekt, was Tanz, Kochen und Erziehung intersektional kombiniert.

Was Salah Zater mit den Kindern und Jugendlichen zauberte: das nordafrikanische Gericht „Fufu“ mit Fisch. Ziel des regelmäßigen Kochens ist nicht nur das Lernen über verschiedene Länder, meist aus dem afrikanisch und arabischen Raums, sondern vielmehr das Zusammensein. Raus aus der Isolation, ran an den Tisch. Miteinander, statt gegeneinander.

So auch am Tag der offenen Tür, zu dem Harder und Team auch Erwachsene einlud.

„Es war schön zu sehen, dass sich wieder mehr Eltern für unsere Arbeit interessieren.“ so Harder

Es gab außerdem einen kleinen Kinder- und Jugendflohmarkt, leckere Backwaren vom türkischen Elternbund Wedel e.V., live Schlagzeugunterricht und viel Infomaterial.

Für die Zukunft der Wedeler Jugendarbeit stehen einige Projekte, so wie Stadtteilverschönerungen, auch mit dem Motto der 150 Jahre-Wedel-Feier, unter Berücksichtigung der migrantisch-jungen Perspektiven, an.

Wer das KiJuz gerne unterstützen möchte, oder sich für die Arbeit vor Ort interessiert, ist jederzeit willkommen, sich zu melden.

 

(Stadt Wedel / KiKuz / Jülide Harder)

 

 

Letzte Änderung: 02.10.2025