Wedels Bänke machen Hilfsangebote sichtbar

Der städtische Bauhof bringt derzeit Edelstahlplaketten mit wichtigen Hilfetelefonnummern an 40 Bänken im öffentlichen Raum an. Hintergrund ist die Aktion „Kein Platz für Gewalt gegen Frauen – 40 Bänke, 40 Zeichen gegen Gewalt“ anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Autonomen Frauenhauses Wedel.

in Leben in Wedel,

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v.l. Sven Rohe und Stephan Bindseil vom Bauhof beim Anbringen einer Plakette am Hafen; Foto: Bauhof
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v.l. Astrid Otto (Autonomes Frauenhaus Wedel) und Magdalena Drexel (Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Wedel); Foto: Stadt Wedel
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Plakette „Kein Platz für Gewalt gegen Frauen“; Foto: Stadt Wedel

 

„Wir vom Bauhof haben sofort zugesagt, die Aktion zu unterstützen. Wir sind jeden Tag im Stadtgebiet unterwegs und kümmern uns darum, dass Straßen, Wege, Grünanlagen, Spielplätze und Bänke in einem guten Zustand sind. Wenn wir dabei auch noch helfen können, wichtige Hilfsangebote sichtbar zu machen, machen wir das gerne“, sagt Bauhofleiter Benjamin Jensen.

 

40 Bänke im Wedeler Stadtgebiet weisen künftig auf Hilfsangebote für Frauen hin, die von Gewalt betroffen sind. Die Plaketten enthalten die Telefonnummern des bundesweiten Hilfetelefons (116 016) sowie des Autonomen Frauenhauses Wedel (04103 14553).

Die Bänke wurden bewusst an unterschiedlichen Orten ausgewählt, um möglichst viele Menschen im Alltag zu erreichen und für das Thema zu sensibilisieren. Ein besonderer Wunsch der Bewohnerinnen des Frauenhauses war, auch die neue große Bank im Wedeler Hafen mit einer Plakette auszustatten, da dieser Ort oft aufgesucht wird, wenn Menschen Ruhe suchen oder neue Kraft schöpfen möchten. Die Stadt Wedel entspricht diesem Wunsch gerne.

 

„Gewalt gegen Frauen findet oft im Verborgenen statt. Mit den Plaketten holen wir das Thema in den öffentlichen Raum. Wir verweisen auf konkrete Hilfsangebote und setzen gleichzeitig ein deutliches Zeichen gegen Gewalt und für Solidarität“, erklärt Magdalena Drexel, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wedel.

 

Wedels Bürger*innen wurden im März aufgerufen, die gemeinsame Aktion von dem Autonomen Frauenhaus Wedel und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Wedel durch die Übernahme der Kosten für eine Plakette unterstützen. Innerhalb von nur zwei Tagen waren alle 40 Plaketten finanziert. Die große Beteiligung macht die Unterstützung für das Anliegen in der Wedeler Stadtgesellschaft sichtbar. Eine Übersicht der Sponsorinnen und Sponsoren ist auf der Website des Autonomen Frauenhauses Wedel abrufbar: https://www.frauenhaus-wedel.de/jubilaeumsaktion-2026/

Mit dem Bekenntnis zur Umsetzung der Istanbul-Konvention im November 2025 hat der Rat der Stadt Wedel ein klares Zeichen für die nachhaltige Förderung von Gleichstellung und den Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt gesetzt.

Die Stadt Wedel fördert die Arbeit des Autonomen Frauenhauses Wedel. Sie stellt das Gebäude bereit, das umfassend saniert wurde, und bezuschusst jährlich die Arbeit im Kinderbereich des Frauenhauses. Die Plaketten-Aktion ist ein weiterer Schritt, um den Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt in Wedel sichtbar zu machen und betroffenen Frauen den Zugang zu Hilfsangeboten zu erleichtern.

 

(Stadt Wedel / Pressestelle)

Letzte Änderung: 22.07.2026