Die Stadt Wedel bedauert diese Maßnahme, die jedoch unumgänglich war. Der Baum wies einen erheblichen Pilzbefall sowie ausgeprägte Vitalitätsschäden auf. Untersuchungen der städtischen Baumkontrolleure in der jüngsten Vergangenheit bewerteten die Stand- und Bruchsicherheit des Baumes als nicht mehr ausreichend.
Eine in der Vergangenheit durchgeführte Kroneneinkürzung, die den Baum stabilisieren sollte, konnte die Verschlechterung des Zustands nicht aufhalten. Der Pilz breitete sich schneller aus, als der Baum darauf reagieren konnte, und führt mittlerweile zu einer kritischen Schwächung des Holzes.
Da der Standort direkt an einem viel genutzten Fußweg sowie einer Wohnbebauung liegt, kann die Gefahr von plötzlich herabfallenden Ästen oder einem Umsturz nicht mehr ausgeschlossen werden. Eine Fällung ist daher zwingend notwendig.
Erhalt des Stammes als ökologisch wertvoller Totholztorso
Trotz der erforderlichen Fällung soll der Stamm der Linde als stehender Totholztorso erhalten bleiben. Stehendes Totholz bietet zahlreichen Insekten, Vögeln und Pflanzen einen wichtigen Lebensraum und dient als Nahrungsquelle. Auf diese Weise bleibt ein bedeutender ökologischer Wert des Baumes am Standort erhalten.
In direkter Nähe des Standorts sind Ersatzpflanzungen vorgesehen.
(Doris Brandt/ Stadt Wedel)