Frühjahrsputz am Ponton

Am Dienstagmorgen wurde der Bereich unter dem Ponton „Willkomm Höft“ entschlickt. Für diese jährlich notwendige Arbeit wurde der Ponton selbst gegen 9 Uhr in den Tonnenhafen geschleppt.

in Rathaus & Politik, Elbe Maritimes

Geschätzt rund 3.500 m³ Schlickmenge hat das Spülschiff „Buran“ gestern unterhalb des Pontons entfernen können. Für diese jährlich notwendige Arbeit ist es notwendig, den Ponton kurzfristig wegzuschleppen.

Für die neue Saison soll durch diese Arbeiten das Aufsetzen des Anlegers bei Niedrigwasser verhindert werden. Ein solches Aufsetzen auf Grund kann Beschädigungen zur Folge haben, da der 2011 fertiggestellte Schwimm-Anleger nicht für solche Belastungen ausgelegt ist.

Die Fußgängerbrücke zum Anleger wurde in dieser Zeit aufgehängt und der Zugang mit einem Gitter gesperrt.

Auch die jährliche Entschlickung des Hafenbeckens ist geplant. Diese Arbeiten wird das Spülschiff „Akke“ durchführen, das derzeit noch im Hamburger Hafen Arbeiten durchführt und zeitnah die Tätigkeit im Wedeler Hafenbecken aufnehmen wird.

Am späten Nachmittag konnte der Ponton gestern schon wieder, früher als ursprünglich geplant, "angedockt" werden. Brücke und Ponton bleiben gesperrt bis alle Elektrikarbeiten abgeschlossen und somit alles Leitungen wieder verbunden sind. Die genaue Schlickmenge, die gestern entfernt wurde, steht noch nicht fest. Hierfür muss noch die sogenannte Nachpeilung abgewartet werden. 

Hintergrund:

Durch die Vertiefung der Elbe hat sich zum einen ihre Strömungsgeschwindigkeit erhöht. Das führt auch zu schnellerer Verschlickung der Häfen entlang der Unterelbe. Aber auch die geringeren Regenmengen der letzten Jahre und die hieraus resultierende abnehmende Menge an Oberwasser des Stroms führt zur zunehmenden Verschlickung. Die „Spülwirkung“ verringert sich dadurch und das Sediment kann sich in ruhigen Wasserzonen wieder ablagern. Die Schlickmengen, die sich im Schulauer Hafen innerhalb eines Jahres absetzen, sind daher sehr unterschiedlich und bewegen sich zwischen 12.000 m³ im Jahr 2024 und 25.000 m³ im Jahr 2022. 

 

Für die Unterhaltungsbaggerung ist eine Genehmigung des Ministeriums für

Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur sowie des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Elbe-Nordsee erforderlich.

Die Anträge auf Genehmigung basieren unter anderen auch auf eine Auswirkungsprognose in Zusammenhang mit dem Naturschutz und dem Artenschutz.

(Stadt Wedel / Pressestelle)

 

Letzte Änderung: 11.03.2026