Stadt bittet um Verzicht von Mährobotern in Dunkelheit

Mähroboter gefährden Igel & Amphibien

in Rathaus & Politik

Zu Beginn der Gartensaison möchte die Stadt Wedel ihre Bürgerinnen und Bürger dafür sensibilisieren, auf den Betrieb von Mährobotern in der Dämmerung und Dunkelheit zu verzichten. Dieses rücksichtsvolle Verhalten leistet einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Igeln und anderen kleinen Wildtieren.


Mähroboter erfreuen sich immer größerer Beliebtheit in privaten Gärten. Solche Gärten dienen jedoch gleichzeitig als idealer Rückzugsort für Wildtiere wie Igel. In den letzten Jahren wurde daher ein großer Anstieg von verletzten Igeln verzeichnet, die nach Unfällen mit Mährobotern in Tierkliniken gebracht und dort versorgt mussten.
Die von Mährobotern verursachten Verletzungen sind massiv, die Quälerei ist enorm und viele Igel überleben diese Unfälle nicht.


Der Igel (Eri-naceus eurpaeus) steht seit 2024 auf der internationalen roten Liste der gefährdeten Tierarten. Die Tiere sind nachtaktiv und haben keinen Fluchtinstinkt. Wenn Igel auf Nahrungssuche sind und sich ihnen ein Mähroboter nähert, rollen sie sich instinktiv ein. Dadurch sind in den vergangenen Jahren viele Tiere von Mährobotern überfahren worden und wurden dabei teilweise schwer verletzt oder getötet. Technische Vorrichtungen und Kameras an den Mährobotern funktionieren in den meisten Fällen nicht.
Auch Amphibien können durch einen rücksichtsvollen Einsatz von Mährobotern geschützt werden.


Bereits im Februar hatte die Stadt Wedel einen Flyer entworfen, der für diese Gefahr sensibilisiert und von der Wedeler Stadtentwässerung den Gebührenbescheiden beigefügt worden ist. So konnten bereits vor einigen Wochen rund 9.500 Haushalte über diese wichtige Thematik informiert werden.


Hintergrundinformation:
Das Thema „Verzicht von Mährobotern in der Dunkelheit“ ist landesweit präsent. Auch ein offizielles Verbot des Betriebs von Mährobotern zur Nachtzeit und in der Dämmerung wurde bereits in Wedels politischen Gremien sowie auch im Schleswig-Holsteinischen Landtag diskutiert. In letzterem wurde zudem vor kurzem eine Online-Petition initiiert, die sich für ein solches Verbot ausspricht.

(Stadt Wedel / Pressestelle)

Letzte Änderung: 11.03.2026