Personalbericht vorgestellt

Stadt Wedel stellt sich personell für die Zukunft auf – deutliche Fortschritte bei der Stellenbesetzung

in Rathaus & Politik,

Am 28. September wurde der Personalbericht der Stadt Wedel in der öffentlichen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses vorgestellt, ebenso am 8. Oktober in der Sitzung des Rates. Der Bericht für das Jahr 2025 zeigt sowohl Herausforderungen als auch positive Entwicklungen. Im Fokus stehen dabei eine gezielte Personalgewinnung, die Entlastung der Beschäftigten und die Weiterentwicklung moderner Arbeitsbedingungen.

Wie viele Kommunen in Deutschland steht auch die Stadt Wedel vor großen personellen Herausforderungen.

Fachkräftemangel, demografischer Wandel sowie stetig wachsende und zunehmend komplexere Aufgaben stellen hohe Anforderungen an die Beschäftigten und bringen zugleich einen hohen organisatorischen Aufwand für die städtische Verwaltung mit sich.

Der Personalbericht 2025 macht diese Herausforderungen transparent. Gleichzeitig zeigt die aktuelle Entwicklung:
Die Stadt Wedel hat bei der Personalgewinnung bereits deutliche Fortschritte erzielt und wichtige Maßnahmen zur langfristigen Sicherung ihrer Leistungsfähigkeit auf den Weg gebracht.

 

Stellenbesetzung deutlich verbessert


Claudia Friederich, Erste Stadträtin und Fachbereichsleitung Innerer Service, Stadt Wedel: „Erfreulich ist die Entwicklung bei der Besetzung offener Stellen. Während die durchschnittliche Stellenbesetzungsquote in der Kernverwaltung im Jahr 2025 noch bei 80,55 Prozent lag, erreichte sie zum 31. August 2026 bereits 91,77 Prozent. Auch in den städtischen Einrichtungen hat sich die Situation verbessert: Hier stieg die Besetzungsquote von durchschnittlich 89,83 Prozent im Jahr 2025 auf 91,10 Prozent zum 31. August 2026.“

Diese Entwicklung zeigt, dass die Anstrengungen der Stadt bei der Personalgewinnung Wirkung entfalten. Insbesondere die deutliche Verbesserung in der Kernverwaltung ist ein wichtiges Signal für die Beschäftigten und die Bürgerinnen und Bürger.

Die Stadtverwaltung betont daher, dass die im Personalbericht 2025 ausgewiesenen Zahlen nicht mehr vollständig die aktuelle Situation in 2026 abbilden.

Der Personalbericht 2025 ist eine wichtige Grundlage, um Entwicklungen zu erkennen. Er muss jedoch definitiv im Zusammenhang mit den inzwischen erreichten Fortschritten betrachtet werden.


Mehrarbeitsstunden über mehrere Jahre entstanden


Auch die im Personalbericht ausgewiesenen rund 12.973 Mehrarbeitsstunden bedürfen einer differenzierten Betrachtung. Dabei handelt es sich ausdrücklich nicht um Stunden, die allein im Jahr 2025 angefallen sind. Vielmehr ist dies der zum Jahresende 2025 bestehende Gesamtbestand, der sich über mehrere Jahre aufgebaut hat.

Bereits innerhalb des Jahres 2025 konnte dieser Bestand reduziert werden: Während Ende November noch rund 14.130 Stunden verzeichnet waren, lag der Wert zum Jahresende bei 12.973 Stunden. Dies wurde unter anderem durch den Abbau von Zeitguthaben (Ferienüberhang)und die Auszahlung von Stunden erreicht.

Unabhängig davon nimmt die Stadt Wedel die Belastung ihrer Beschäftigten sehr ernst. Ziel ist es, Mehrarbeit künftig noch systematischer auszuwerten, Belastungsspitzen frühzeitig zu erkennen und die Arbeitsorganisation entsprechend anzupassen.

 

Verwaltung entwickelt ihre Strukturen gezielt weiter


Neben der Personalgewinnung setzt die Stadt Wedel verstärkt auf die Verbesserung interner Abläufe. Bereits angestoßene Organisationsuntersuchungen helfen dabei, Aufgaben und Zuständigkeiten zu überprüfen und vorhandene Personalressourcen möglichst wirkungsvoll einzusetzen.

Zu den weiteren Maßnahmen gehören die Vereinfachung von Verwaltungsprozessen, eine konsequente Priorisierung von Aufgaben, der Ausbau digitaler Lösungen sowie verbesserte Vertretungsregelungen.

Auch der gezielte Einsatz neuer Technologien, einschließlich künstlicher Intelligenz, wird als Möglichkeit betrachtet, Beschäftigte bei geeigneten Tätigkeiten zu entlasten und Verwaltungsabläufe effizienter zu gestalten.

 

Beschäftigte stärken und langfristig binden


Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Gesundheit und Zufriedenheit der Beschäftigten. Der Personalbericht zeigt, dass die krankheitsbedingten Fehlzeiten gestiegen sind. Diese Entwicklung wird ernst genommen und ist Anlass, bestehende Angebote und organisatorische Maßnahmen weiterzuentwickeln.

Eine besondere Bedeutung kommt der Altersstruktur der Belegschaft zu: Inzwischen blickt nahezu die Hälfte der Beschäftigten auf mehr als 50 Lebensjahre zurück.

In den kommenden Jahren werden daher mehrere Beschäftigte in den Ruhestand eintreten. Neben der rechtzeitigen Nachbesetzung der Stellen kommt insbesondere dem Wissenstransfer eine immer größere Bedeutung zu. Erfahrungswissen soll möglichst frühzeitig weitergegeben und für die Verwaltung erhalten werden.

Vor diesem Hintergrund gewinnt auch die Gestaltung altersgerechter und gesundheitsfördernder Arbeitsbedingungen an Bedeutung. Es gilt, die unterschiedlichen Bedürfnisse und Leistungsphasen der Beschäftigten stärker zu berücksichtigen und im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements geeignete und nachhaltige Lösungen zu entwickeln.

Der demografische Wandel und der zunehmende Fachkräftemangel zeigen, wie wichtig es ist, Mitarbeitende der Stadtverwaltung Wedel in ihrer Gesundheit, Motivation und Leistungsfähigkeit langfristig zu unterstützen, so dass sie dem Verwaltungsteam mit ihrer Expertise und ihrem Engagement erhalten bleiben.

 

Herausforderungen erkennen – Zukunft aktiv gestalten


Die Stadt Wedel verkennt nicht, dass die kommenden Jahre weitere Anstrengungen erfordern werden. Der Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte bleibt intensiv, und zahlreiche erfahrene Beschäftigte werden in den nächsten Jahren altersbedingt ausscheiden.

Entscheidend ist jedoch, dass die Verwaltung diese Entwicklungen frühzeitig analysiert und konkrete Maßnahmen ergreift. Der Personalbericht dient dabei nicht nur der Darstellung bestehender Herausforderungen, sondern vor allem als Grundlage für eine vorausschauende Personal- und Organisationsentwicklung.

Die deutlich verbesserte Stellenbesetzung zeigt, dass positive Veränderungen möglich sind und die eingeleiteten Schritte Wirkung zeigen.

„Die Stadt Wedel wird diesen Weg konsequent fortsetzen - mit einer gezielten Personalgewinnung, attraktiven Arbeitsbedingungen, einer verantwortungsvollen Personalentwicklung und einer modernen, leistungsfähigen Verwaltung“, so Bürgermeisterin Julia Fisauli-Aalto, „Unser Ziel ist, die Handlungsfähigkeit der Stadt Wedel auch in Zukunft zuverlässig zu sichern und gleichzeitig gute Arbeitsbedingungen für ihre Beschäftigten zu schaffen.“

 

(Stadt Wedel / Pressestelle)

Letzte Änderung: 14.10.2026