Nach monatelangen, baustellenbedingten Einschränkungen des Verkehrs im Autal liegt das ungeduldig erwartete Gutachten zu den aufgetretenen Absenkungen vor.
Laut Gutachten ist die Ursache für die Absackungen in der Ausführung der zuvor durchgeführten Bohrarbeiten zu finden. Das identifizierte Schadensbild lässt umfassende Sanierungsarbeiten erwarten. In der Folge wird das Autal voraussichtlich weitere anderthalb Jahre nur in eine Richtung befahrbar sein – und dies auch nur für Fahrzeuge unterhalb eines zulässigen Gewichtes von 3,5 Tonnen.
Das von einem öffentlich bestellten und vereidigten unabhängigen Sachverständigen erstellte Gutachten führt die Absenkungen auf eine komplexe Wechselwirkung zwischen den lokalen Bodenverhältnissen und kürzlich durchgeführten Eingriffen in den Untergrund zurück. Es enthält darüber hinaus detaillierte Empfehlungen für notwendige Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen.
Die lange Phase des Stillstands und die damit verbundenen Beschwerden und Nachfragen der Anwohner und Verkehrsteilnehmer werden von den Stadtwerken Wedel und der Stadt Wedel sehr ernst genommen. Das weitere Vorgehen wird nun in enger Abstimmung zwischen den Stadtwerken, deren Tiefbaudienstleister und den zuständigen Behörden der Stadt Wedel geplant. Ziel ist es, schnellstmöglich einen sicheren und nachhaltigen Zeit- und Maßnahmenplan unter Hinzuziehung eines Fachplanungsbüros zu erstellen, um die Straße wieder vollständig für den Verkehr freigeben zu können. Für die Dauer der Sanierungsmaßnahmen bleibt die bestehende Verkehrseinschränkung aus Sicherheitsgründen bestehen.
Jörn Peter Maurer, Geschäftsführer der Stadtwerke Wedel, erklärt: „Wir sind froh, nun endlich Klarheit über die Ursachen zu haben. Auf Basis des vorliegenden Gutachtens können wir nun die notwendigen Schritte für die nachhaltige Sanierung planen. Bei aller Dringlichkeit haben die Sicherheit sowohl der Daseinsvorsorge als auch des Straßenverkehrs für uns oberste Priorität. Wir arbeiten eng mit allen Beteiligten zusammen, um einen belastbaren Zeitplan zu entwickeln und die Einschränkungen für die Anwohner so zügig und sicher wie möglich zu beenden.“
Bürgermeisterin Julia Fisauli-Aalto ergänzt: „Wir haben uns alle ein anderes Ergebnis des Gutachtens gewünscht. Ich kann sehr gut verstehen, dass die Aussicht auf weitere anderthalb Jahre mit der Baustelle im Autal viele verärgert. Dennoch geht Sicherheit vor. Wir werden alles tun, um diese Verkehrssituation schnellstmöglich wieder aufzulösen.“
Die Stadtwerke Wedel und die Stadt Wedel bitten alle Anwohner und Verkehrsteilnehmer weiterhin um ihr Verständnis für die notwendigen Maßnahmen.
Aktuelle Informationen zum Baufortschritt, zu Verkehrseinschränkungen und zum weiteren Vorgehen finden sich auf der hierfür eingerichteten Informationsseite der Stadtwerke Wedel.
Hintergrund:
Die Bauarbeiten im Autal begannen im November 2025. Grund war die notwendige Verlegung von Medienrohren zur Stromversorgung. Das gewählte Horizontalspülbohrverfahren (HDD) ist normalerweise mit einem nur geringen Eingriff in den Straßenkörper verbunden. Die Arbeiten verzögerten sich im Dezember durch einen Defekt an der Bohranlage und im Januar durch den starken Wintereinbruch. Während der regelmäßigen Kontrolle der Baustelle wurden Absackungen im Baugrund festgestellt. Zur Schadens- und Ursachenanalyse wurde daraufhin ein Gutachten bei einem öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen in Auftrag gegeben. Parallel wurde in den nicht betroffenen Abschnitten weitergearbeitet und das Medienrohr vollständig in offener Bauweise verlegt.
(Stadt Wedel / Pressestelle & Stadtwerke Wedel GmbH)