Arzneimittelrückstände in der Umwelt
Mit Arzneimitteln verbindet kaum jemand Umweltprobleme. Vielmehr denkt man bei Arzneimitteln in erster Linie an deren Nutzen zur Heilung von Krankheiten, eventuell noch an mögliche Risiken für den Patienten durch die Nebenwirkungen von Arzneimitteln. Das Thema Umweltschutz und Umweltverträglichkeit wurde hingegen lange Zeit bei der Ausgestaltung des Arzneimittelrechts vernachlässigt, ein Fehler, der jetzt nach und nach korrigiert wird.
Arzneistoffe sind biologisch hochaktive Stoffe: Sie bekämpfen als Antibiotika Bakterien; als Antiparasitika wirken sie gegen Würmer und Insekten; sie beeinflussen den Stoffwechsel, verschieben das hormonelle Gleichgewicht, modulieren die Signalübertragung innerhalb eines Organismus oder töten schnell wachsende entartete Zellen ab, um nur einige Beispiele ihrer möglichen Wirkpotenz zu nennen.
Dass Arzneistoffe auch unerwünschte Nebenwirkungen beim Patienten hervorrufen können, ist bekannt; dass sie ebenso Wirkungen auf sonstige Lebewesen haben können, ist, wenn Arzneistoffe in die Umwelt gelangen, aufgrund ihrer biologischen Aktivität wahrscheinlich.
Neben der aktuellen Klimawandel und Mikroplastikdiskussion stellt der Eintrag von Medikamentenrückständen in die Umwelt über Abwässer oder durch unsachgemäße Entsorgung ein globales Problem dar.
Mitglieder der SHUG und Schüler*innen des JRG haben freien Eintritt, für alle anderen wird ein Kostenbeitrag von 6,- € erhoben.