Herausforderung für Personal und Material der Feuerwehr Wedel

Großübung in einem Wedeler Industriebetrieb. Mittendrin: Bürgermeisterin Julia Fisauli-Aalto.

in Freiwillige Feuerwehr

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Menschenrettung und Brandbekämpfung: Jetzt ist Schnelligkeit und gute Zusammenarbeit gefragt.
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Als Melderin aktiv beteiligt: Wedels kommissarische Bürgermeisterin Julia Fisauli-Aalto (rechts)
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Der erste Angriffstrupp geht unter schwerem Atemschutz in das brennende Gebäude vor.
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Es gilt, die vermissten Personen zu finden – gar nicht so einfach bei diesen Sichtverhältnissen.
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Über die Drehleiter wird eine weitere vermisste Person vom Dach gerettet.
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Währenddessen pendelt ein Feuerwehrfahrzeug zwischen Einsatzstelle und BusinessPark, um Löschwasser aus einem Regenwasserrückhaltebecken herbeizuschaffen.
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Obwohl es "nur" eine Übung ist, arbeiten alle hochkonzentriert – so auch Wedels Wehrführer Michael Rein, der am Ende mit dem Ergebnis der Übung zufrieden ist.

Am Dienstagabend kommt es bei Instandhaltungsarbeiten auf einem Werksgelände an der Industriestraße zu einer Verpuffung. Drei Mitarbeiter werden vermisst. Daraufhin wird für die Freiwillige Feuerwehr Stadt Wedel Großalarm ausgelöst.

Dieses dramatische Szenario war glücklicherweise nur eine Übung. Entspannung bei den Feuerwehrleuten? Mitnichten! Die ehrenamtlichen Brandschützer haben diese Lage mit derselben Professionalität gemeistert, mit der sie in echten Einsätzen zu Werke gehen.

Menschenrettung und Brandbekämpfung

Als die Zugführung an der Einsatzstelle eintrifft, befragt sie zunächst einen Werksangehörigen zum Unfallhergang. Dieser bestätigt, dass noch drei Kollegen vermisst werden. Eine dieser Personen wird verletzt auf dem Dach der Industrieanlage entdeckt und binnen weniger Minuten über die Drehleiter gerettet.

Da die beiden anderen vermissten Personen in dem brennenden Gebäude vermutet werden, rücken zwei Trupps unter schwerem Atemschutz zur Menschenrettung und Brandbekämpfung in das Gebäude vor. Weil Industrieanlagen besondere Gefahren bergen, müssen die Trupps sehr vorsichtig vorgehen. Damit nicht genug, droht das Feuer auf eine benachbarte Halle überzugreifen. Um das zu verhindern, wird mit dem nächsten eintreffenden Löschfahrzeug ein zweiter Einsatzabschnitt gebildet.

500 Meter Schlauch zur Wasserförderung

Mit jedem weiteren Strahlrohr, das zur Brandbekämpfung eingesetzt wird, nähert sich das Trinkwassernetz seiner Kapazitätsgrenze. Deshalb entscheidet die Einsatzleitung, ein Regenwasserrückhaltebecken im BusinessPark zu nutzen. Den Feuerwehrleuten steht ein echter Kraftakt bevor: Von der Wasserentnahmestelle am Regenrückhaltebecken wird das Löschwasser über eine 500 Meter lange Schlauchstrecke zur Einsatzstelle befördert und passiert dabei eine eigens aufgebaute Verstärkerpumpe. Um den Verkehr nicht zum Erliegen zu bringen, werden mehrere Schlauchbrücken verlegt. Während die Schlauchleitung aufgebaut wird, transportiert der Wechsellader der Wedeler Wehr mehrfach einen 10.000 Liter fassenden Löschwassercontainer vom Regenwasserrückhaltebecken zur Einsatzstelle.

Besonders gefordert ist bei dieser Übung die Gruppenführerin Nadine Kube. Zu Beginn des Einsatzes für die Menschenrettung verantwortlich, übernimmt das von ihr geführte Löschfahrzeug später die Koordination der Wasserversorgung aus dem BusinessPark. Immer an Kubes Seite ist Julia Fisauli-Aalto. Wedels kommissarische Bürgermeisterin wollte sich selbst ein Bild von der anspruchsvollen Tätigkeit „ihrer“ Feuerwehr machen. Deshalb ist sie mittendrin statt nur dabei: Als sogenannte „Melderin“ begleitet sie die Gruppenführerin auf Schritt und Tritt, um bei Bedarf in deren Auftrag tätig zu werden.

Um ein Ausbreiten der Flammen auf weitere Gebäude und Industrieanlagen zu verhindern, wird ein dritter Einsatzabschnitt mit eigener Wasserversorgung aus dem Langenkamp eingerichtet.

Fazit: Das Konzept funktioniert

Nach zwei Stunden kann die Übung erfolgreich beendet werden. Mehr als 80 Einsatzkräfte, elf Einsatzfahrzeuge, drei gerettete Personen, eine 500 Meter lange Schlauchstecke, drei Wasserwerfer, 6.000 Liter Löschwasser pro Minute: Viel wichtiger als diese beeindruckenden Zahlen ist die Erkenntnis, dass das geübte Einsatzkonzept funktioniert hat.

Die Wehrführung lobt den engagierten und kräfteraubenden Einsatz. Bürgermeisterin Fisauli-Aalto bedankt sich bei Ihrer Freiwilligen Feuerwehr. Sie würdigt das ehrenamtliche Engagement und freut sich darüber, einen noch tieferen Einblick in die Feuerwehrarbeit bekommen und erlebt zu haben. (Feuerwehr Wedel/14.6.24)

Letzte Änderung: 14.06.2024