Die Stadt Wedel führt in den kommenden Monaten 42 Baumfällungen durch, davon 25 an Straßen, 11 an Wanderwegen und 6 in Parkanlagen. Die Bäume sind abgestorben oder so stark geschädigt, dass die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet werden kann. Der Bauhof hat die Arbeiten wie geplant zum 1. Oktober aufgenommen. Zusätzlich werden an mehreren Flächen Gehölze zurückgeschnitten und Knicks gepflegt.
Einordnung der Zahl
Die Zahl der Fällungen von Bäumen an Straßen, Wanderwegen und Parks liegt dabei im Rahmen der Vorjahre. Laut Auswertung des Baumkatasters waren es 2021 24, 2022 und 2023 jeweils 48, 2024 54 und 2025 24 Fällungen. Im Durchschnitt dieser fünf Jahre sind das knapp 40 Fällungen jährlich.
Teils unerwartete Ausfälle
Einige Bäume sind in diesem Jahr abgestorben, ohne dass es bei den Kontrollen der Vorjahre Hinweise auf eine nachlassende Vitalität gab. Betroffen sind einzelne Bäume am ZOB, im Tinsdaler Weg, Am Lohhof, in der Bahnhofstraße und der Schulauer Straße sowie im Freizeitpark. Zwei Hainbuchen in der Bahnhofstraße sind infolge einer Erkrankung innerhalb eines Jahres nahezu abgestorben. Andere Bäume wurden durch Insekten oder Pilzinfektionen in kurzer Zeit stark geschwächt. Auch die zurückliegenden Hitzeperioden dürften dazu beigetragen haben.
Bäume mit bekanntem Zustand
Bei anderen Bäumen war der schlechte Zustand schon länger bekannt. Dazu gehören drei Linden vor dem Zugang zur S-Bahn. Die Stadt hatte in der Vergangenheit verstärkt Pflegemaßnahmen durchgeführt, um die Bäume zu erhalten und ihren Zustand zu verbessern. Dies ist leider nicht gelungen, sodass die Fällung nun notwendig ist.
Ziel der Stadt ist es, Bäume möglichst lange gesund zu erhalten. Eine Fällung erfolgt erst, wenn die Verkehrssicherheit anders nicht mehr gewährleistet werden kann und/oder andere schwerwiegende Gründe gegen einen Erhalt sprechen.
Baumkontrollen und Pflegemaßnahmen finden das ganze Jahr über statt. Es ist daher auch möglich, dass bis Ende Februar weitere Bäume hinzukommen.
Ersatzpflanzungen: Prüfung im Einzelfall
Für jeden gefällten Baum prüft die Stadt, ob an gleicher oder anderer Stelle im Stadtgebiet nachgepflanzt wird. Das grundlegende Ziel, einen neuen Baum am selben Standort zu pflanzen, ist oft nur eingeschränkt oder gar nicht möglich, beispielweise weil Kabel und Leitungen im Boden den Platz beanspruchen. Wo junge Bäume bereits von selbst nachwachsen, etwa in Parkflächen oder naturnahen Bereichen des Freizeitparks, verzichtet die Stadt auf Pflanzungen. Die natürliche Verjüngung ist kostengünstiger und robuster.
In diesem Jahr soll möglichst zeitnah nach den Fällungen nachgepflanzt werden. Ob das gelingt, bleibt abzuwarten. Geprüft werden für jeden Standort Baumart und Sorte, Bodenbeschaffenheit, Leitungsverläufe, möglicher Wurzelraum sowie geplante Straßen-, Leitungs- und Hochbauvorhaben. Außerdem müssen für die Pflanzungen Personal und Gerät zur Verfügung stehen, die auch für andere Aufgaben der Stadt benötigt werden.
Um den Baumbestand für die kommenden Jahrzehnte gut aufzustellen, setzt die Stadt bei den Ersatzpflanzungen auf eine möglichst breite Baumarten- und Baumsortenvielfalt und auf sogenannte Klimabaumarten. Diese sind häufig nicht heimisch, stammen aber aus Regionen, in denen heute bereits ein Klima herrscht, das für Norddeutschland erst in einigen Jahrzehnten erwartet wird. Sie sollen Hitzetage und Trockenperioden besser vertragen.
Gehölz- und Knickpflege mit Rücksicht auf die Tierwelt
Neben den Fällungen werden an mehreren Flächen Gehölze zurückgeschnitten, unter anderem am Elbhang, am Strandbad und an verschiedenen Wanderwegen. Knicks werden im Stadtgebiet zurückgeschnitten, zum Beispiel an der Pinneberger Straße und Im Flerren. Die Arbeiten erfolgen nach Möglichkeit abschnittsweise, damit Tieren und Insekten weiterhin Rückzugsräume bleiben.
Der Rückschnitt ist erforderlich, damit der Knick dicht bleibt. Wächst er ungehindert, verkahlt er am Boden und bietet Vögeln und Säugetieren keinen Schutz mehr.
Hinweis für private Baumeigentümer
Für Bäume auf privaten Grundstücken sind die Eigentümerinnen und Eigentümer selbst verantwortlich. Die Stadt rät dazu, bei Zweifeln an der Verkehrssicherheit eine Baumkontrolle durchführen zu lassen. Anlass können tote Äste, Pilzbefall oder andere Auffälligkeiten sein. Die Kontrolle sollte ein Baumpflegefachbetrieb vornehmen, und das Ergebnis sollte schriftlich dokumentiert werden.
(Stadt Wedel / Pressestelle)