Das Thema Mobilität ist eines der Kernthemen in Wedel. Hierzu zählt auch die Bereitstellung von Fahrradabstellbereichen am Wedeler Bahnhof, die dringend von Radfahrenden benötigt werden. In der Vergangenheit gaben die Fahrradabstellbereiche um den Bahnhof wiederholt Anlass zur Kritik. Im letzten Jahr wurde die Situation vermehrt Thema in den politischen Gremien. „Fahrradleichen“ besetzen dringend benötigte Abstellflächen.
Um Wedels Bürgerinnen und Bürger zukünftig noch mehr für dieses Thema zu sensibilisieren, hat der Bauhof diese Woche fünf Schilder an den Fahrradunterständen am Bahnhof gut sichtbar angebracht. Die Schilder wurden bereits im letzten Jahr in Auftrag gegeben.
Was passiert mit den Rädern?
Im Rahmen einer bisher jährlichen Sichtung im April, die seit fast 10 Jahren stattfindet, kontrollieren Stadtverwaltung und Bauhof Abstellanlagen am S-Bahnhof/ZOB, am Rathausplatz sowie neuerdings auch in der Bahnhofstraße auf „Fahrradleichen“. Bei dieser Sichtung werden fast immer mehr als 50 unbrauchbare Schrotträder festgestellt und beseitigt.
Darüber hinaus werden ganzjährig – beim Ordnungsamt- gemeldete offensichtlich „herrenlose“ Räder vom Bauhof eingesammelt, teils als Müll, teils als Fundsache.
Funktionsfähige Fundfahrräder werden von der Stadt Wedel für einen Zeitraum von sechs Monaten aufbewahrt. In dieser Zeit haben die Eigentümerinnen und Eigentümer die Möglichkeit, ihr Fahrrad beim Fundbüro abzuholen.
Nach Ablauf dieser Frist werden die nicht abgeholten Fahrräder online versteigert.
Bevorstehende Versteigerungstermine werden vom Fachdienst Ordnung rechtzeitig auf der Homepage der Stadt Wedel bekannt gegeben.
In diesem Jahr ist zudem erstmalig geplant, mindestens zweimal jährlich (im April und im Oktober - jeweils nach den Schulferien Schleswig-Holstein) zu kontrollieren und Schrotträder aus den Fahrradabstellbereichen zu entfernen.
Claudia Broekhuis (Fachbereichsleitung Bauen und Umwelt): „Die überfüllten Abstellanlagen sind das Erste, was S-Bahn-Reisende nach Verlassen des Bahnhofsgebäudes sehen. Ein großes Ärgernis auch für Personen, die auf bahnsteignahe Abstellmöglichkeiten angewiesen sind. Leider fallen die „dauerparkenden“ Fahrräder auf, die monatelang nicht bewegt werden und Stellplätze für diejenigen Pendlerinnen und Pendler blockieren, die sich bewusst für die Kombination aus Fahrrad und ÖPNV entschieden haben. Mit den Hinweisschildern und regelmäßigen Säuberungsaktionen versuchen wir, die Situation nachhaltig zu verbessern.“
(Stadt Wedel / Pressestelle)