Jedes Jahr am 22. März findet weltweit der Weltwassertag statt.
„Where water flows, equality grows“ ist das Motto im Jahr 2026: Im Mittelpunkt steht der sichere Zugang zu Trinkwasser und Sanitärversorgung als Menschenrecht und als Voraussetzung für Geschlechtergerechtigkeit.
Der Weltwassertag 2026 wird von UNICEF und UN Women geleitet und von UN-Water koordiniert. Zwei Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 werden dabei besonders unterstützt: Zugang zu sicherem Wasser und Sanitärversorgung für alle (SDG 6) und Geschlechtergleichstellung und Stärkung von Frauen und Mädchen (SDG 5). Seit dem Jahr 2000 haben weltweit zwar 2,2 Milliarden Menschen dauerhaften Zugang zu sauberem Trinkwasser erhalten, dennoch leben weiterhin 2,1 Milliarden Menschen ohne sicheren Wasserzugang in unmittelbarer Nähe ihres Wohnorts.
Besonders betroffen sind Frauen und Mädchen:
Über eine Milliarde Frauen haben keinen sicheren Zugang zu Trinkwasser.
Frauen und Mädchen verbringen weltweit rund 250 Millionen Stunden täglich für das Wasserholen – mehr als dreimal so viel wie Männer.
380 Millionen Frauen und Mädchen leben in Regionen mit hoher oder kritischer Wasserknappheit. Das entspricht 9,5 Prozent aller Frauen auf der Erde.
Warum trifft die Wasserkrise nicht alle gleich?
Fehlende Wasserversorgung hat direkte Auswirkungen auf Gesundheit, Bildung, Sicherheit und wirtschaftliche Teilhabe. Unsicherer Wasserzugang und mangelnde Hygiene verursachen global täglich rund 1.000 Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren.
Wenn Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen in der Nähe ihrer Wohnorte haben, breiten sich Ungleichheiten aus. Frauen und Mädchen tragen die Hauptlast: Sie sammeln Wasser. Sie verwalten Wasser. Sie pflegen Menschen, die durch verunreinigtes Wasser erkrankt sind. Sie verlieren Zeit, Gesundheit, Sicherheit und Chancen. Und allzu oft werden Frauen und Mädchen von den Systemen, die die Wasserversorgung regeln, von Entscheidungsprozessen, Führungspositionen, Finanzierung und Repräsentation ausgeschlossen. Dadurch wird die Wasserkrise zu einer Krise der Frauen. Um diese Herausforderungen zu bewältigen, brauchen wir einen transformativen, auf Rechten basierenden Ansatz, bei dem die Stimmen von Frauen gehört und ihre Meinung anerkannt werden. Auf allen Ebenen der Wasserwirtschaft müssen Frauen und Männer gleichberechtigt vertreten sein – und zwar bei der Planung jeder Wasserleitung und jeder Richtlinie. Frauen müssen den Wandel im Wassersektor als Ingenieurinnen, Landwirtinnen, Wissenschaftlerinnen, Sanitärfachkräfte und Gemeindevorsteherinnen vorantreiben dürfen.
Quelle: World Water Day | United Nations
Bild: UN-Water/World Water Day (Posters/Kongchan Phiennachit)
Jebavy / Stadtentwässerung Wedel / 19.03.2026