Heimliche Helden

Umstellung auf digitale Gremienkommunikaton
 
Beweggründe 1) Einsparung von Papier
2) Verringerung des Arbeitsaufwands
3) schneller Informationszugang für Gremienmitglieder
CO2 - Ersparnis 0,1 t pro Jahr (bzw. 16.000  Blatt Papier)

 

Anschaffung von 5 Elektro-Fahrzeugen für Dienstfahrten (inkl. Ladestation)
 
Beweggründe Beitrag zum Klimaschutz 
CO2 - Ersparnis 6 t pro Jahr

 

Osmose-Anlage in der BADEBUCHT
 
Beweggründe Effiziente, umweltfreundliche und kostengünstige Aufbereitung von Wasser
CO2 - Ersparnis Aufbereitung von 60.000 l Wasser pro Tag
Name Stadtwerke Wedel GmbH
Branche Energie
Größe ca. 100 (Stand 2019)
Kontakt

Stadtwerke Wedel 
Uwe Behrendt (Bereichsleiter Vertrieb)
Feldstraße 150, 22880 Wedel
u.behrendt(at)stadtwerke-wedel.de

Webseite www.stadtwerke-wedel.de

Die Stadtwerke Wedel tun hinter den Kulissen eine Menge, um die eigenen Betriebsabläufe klimafreundlicher zu gestalten.


Nichts. Stille. Wenn die Unterlagen für die Aufsichtsratssitzungen der Stadtwerke Wedel vorbereitet und versendet werden, dann bleiben die Drucker stumm. Und auch die Briefträger müssen für die unzähligen Seiten, die pro Sitzung anfallen, keine Extrarunde drehen. Der Grund: Der Wedeler Energieversorger hat seine Gremienkommunikation komplett auf digital umgestellt. Die Teilnehmenden empfangen und bearbeiten die notwendigen Dokumente papierlos per App auf dem Tablet. „Pro Aufsichtsratssitzung sparen wir mehrere Tausend Blatt Papier“, sagt Mitarbeiterin Natali Steffen. Da sich die Arbeit der Gremien durch die Umstellung nicht merklich verändert hat, bemerkt diesen Ressourcen schonenden Schritt erst einmal kaum jemand.

Video zu Klimaschutzmaßnahmen der Stadtwerke Wedel, S. Kamin
Klicken Sie auf das Bild und erfahren Sie mehr über die Klimaschutzmaßnahmen der Stadtwerke Wedel. (Stadt Wedel/Kamin)

„Natürlich lernen wir als Energieversorger vielleicht schneller als andere Technologien kennen, die geeignet sind, das Klima zu schonen und Energie und Ressourcen effektiver einzusetzen“, sagt Steffen. „Gerade deshalb geht es bei den Klimaschutzmaßnahmen, die wir intern umsetzen, gar nicht so sehr um die Außenwirkung, sondern es stecken oft auch wirtschaftliche Überlegungen dahinter.“ So auch bei der vielleicht sichtbarsten internen Klimaschutzmaßnahme des 1906 gegründeten Unternehmens: dem Einsatz von reinen Elektrofahrzeugen in der Unternehmensflotte. Derzeit sind es fünf Fahrzeuge, die von den Mitarbeitern für Dienstfahrten in und um Wedel genutzt werden können. Gerade für den Außendienst oder den Transfer zwischen den drei Standorten der Stadtwerke in Wedel – dem Kundenzentrum an der Bahnhofstraße 35, des Werkhofes an der Werkstraße 12 und der Verwaltung an der Feldstraße 150 – erweisen sich die fünf Elektrofahrzeuge als vollwertiger Ersatz.

„Die Fahrzeuge sind bei den Kolleginnen und Kollegen sehr beliebt und werden gern gebucht“, sagt Steffen. Ganz nebenbei heben die Stadtwerke so bei ihren rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die generelle Akzeptanz für E-Mobilität und wirken so von innen als Multiplikator. Aufladen können die Mitarbeiter die Fahrzeuge an den fünf öffentlichen Stadtwerke-Ladestationen im Stadtgebiet und an einer sechsten, die direkt auf dem Verwaltungsgelände der Stadtwerke zur Verfügung steht.

Frau Zippel (Klimaschutzmanagerin Stadt Wedel, links) und Frau Steffen (Stadtwerke Wedel) vor Ort bei den Elektro-Fahrzeugen.
Frau Zippel (li) und Frau Steffen vor Ort bei den Elektro-Fahrzeugen. (Stadt Wedel/Kamin)

Von der Ladestation in der Gorch-Fock-Straße ist es nicht weit zum Kombibad „Badebucht“, dem Erlebnis- und Wellnessbad in der Rolandstadt. Und auch dort wirkt hinter den Kulissen eine Klimaschutzmaßnahme, von der bisher die wenigsten Besucher Notiz genommen haben dürften: Als eines von deutschlandweit erst wenigen Schwimmbädern nutzt die Badebucht eine Osmose-Anlage für die Wasseraufbereitung. Rund 60.000 Liter Wasser täglich reinigt die Anlage so gründlich, dass damit Filter gereinigt und die Toilettenspülungen betrieben werden können, ohne dafür wertvolles Trinkwasser verwenden zu müssen. Das bremst nicht nur den Wasserverbrauch nachhaltig, sondern macht sich auch bei den Betriebskosten bemerkbar. Rund 9.000 Euro können so monatlich eingespart werden.

Diese Verbindung zwischen innovativen klimaschonenden Technologien und Wirtschaftlichkeit war es schließlich auch, die die Stadtwerke in den Kreis der „Klimapartner für Wedel“ brachte: „Wir wollen zeigen, dass sich Wirtschaftlichkeit und klimabewusstes Handeln nicht ausschließen müssen, sondern, im Gegenteil, immer enger ineinandergreifen. Da können wir vom Austausch mit anderen Unternehmen, die diese Wechselwirkung ebenfalls bereits verinnerlicht haben, nur profitieren“, sagt Steffen und schwingt sich wieder in das Elektroauto und fährt leise davon. Heimliche Helden müssen nicht laut sein um zu wirken.

Vorteile

  • Kostenersparnisse
  • Ressourcen werden geschont (Papier, Trinkwasser, Energie)
  • Klimaneutrale Fortbewegung
  • Erfüllen der Vorbildfunktion als innovatives Unternehmen

 

Herausforderungen

  • Anfängliche Investitionskosten
  • Längere Anlaufphase der Elektromobilität

„Wir wollen mit unseren Maßnahmen zeigen, dass sich Wirtschaftlichkeit und klimabewusstes Handeln nicht ausschließen müssen, sondern, im Gegenteil, immer enger ineinandergreifen.“ 
Natali Steffen, Mitarbeiterin der Stadtwerke Wedel GmbH